Der Mainzer Stadtschreiber Literaturpreis wurde am 29. April 2026 an den preisgekrönten Schriftsteller Sven Regener verliehen. Im Rahmen eines feierlichen Aktes überreichte die ZDF-Programmdirektorin die Auszeichnung im Leibniz-Zentrum für Archäologie.
ZDF und Mainz ehren Sven Regener
Am 29. April 2026 wurde der Mainzer Stadtschreiber Literaturpreis an Sven Regener verliehen. Die Auszeichnung, die von ZDF, 3sat und der Stadt Mainz vergeben wird, würdigt seine bemerkenswerte Fähigkeit, die Geschichten des Alltags in einem melancholischen Ton zu erzählen. Die Urkunde wurde Regener im Rahmen eines Festaktes im Leibniz-Zentrum für Archäologie überreicht, an dem bedeutende Persönlichkeiten, darunter ZDF-Programmdirektorin Dr. Nadine Bilke und der Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase, teilnahmen.
Ein Autor mit Tiefgang
Die Jury beschrieb Regener als einen Künstler, der es versteht, die großen Themen des Lebens auf eine scheinbar beiläufige Art zu behandeln. Seine Romane, Drehbücher und Songtexte zeichnen sich durch eine besondere Beachtung des Alltäglichen aus und spiegeln die Poesie des Strauchelns wider. Mit seinem aktuellen Sachbuch, das sich dem Humor widmet, zeigt Regener erneut seine Fähigkeit, Genres und Emotionen miteinander zu verknüpfen.
Der Mainzer Stadtschreiber Literaturpreis ist mit 12.500 Euro dotiert und bietet dem Gewinner zusätzlich die Möglichkeit, ein Jahr lang in einer Wohnung im Herzen der Mainzer Altstadt zu leben. Darüber hinaus hat Regener die Chance, zusammen mit ZDF und 3sat einen Film nach freier Themenwahl zu produzieren.
Zitate und weitere Perspektiven
ZDF-Programmdirektorin Nadine Bilke lobte Regener für seinen realistischen Erzählstil und die empathische Betrachtung der Lebensrealität seiner Figuren. Ihr zufolge bringt Regener den Leser in eine Welt, in der die Suche nach Gefühl und die Unvorhersehbarkeit des Alltags zentral sind. Auch Oberbürgermeister Nino Haase würdigte Regener als Literatursprecher, der mit einer einzigartigen Stimme die Glanzstücke des Lebens in einer Stadt beleuchtet und deren bedeutende Nuancen zum Ausdruck bringt.
Der Verleger Helge Malchow bezeichnete Regener als einen Solitär der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und verwies auf die Vielfältigkeit seiner Werke, die sich mit den Themen des Lebens, der Generationen und der Kunst im Wandel beschäftigen. Regener selbst reflektierte humorvoll über die Rolle des Stadtschreibers und die damit verbundenen, teils absurde Assoziationen, die diese Position heraufbeschwört.

