Hamburg. Die deutschsprachige Poetry-Slam-Szene ehrt Julia Engelmann mit dem Ehrenpreis bei den Best of Poetry Slam Day Awards 2026. Die Verleihung findet am 3. Januar in der Elbphilharmonie statt – im Rahmen eines dreiteiligen Gala-Events mit Stars der Szene und Nachwuchstalenten.
Die Auszeichnung würdigt Engelmanns Verdienste um die Popularisierung des Poetry Slam im deutschsprachigen Raum. 2014 machte sie mit einem viralen Slam-Video auf sich aufmerksam, in dem sie zum Träumen und Handeln aufrief. Seither ist sie als Autorin, Sängerin und Schauspielerin bekannt geworden. Ihr aktueller Debütroman „Himmel ohne Ende“ fand breiten Anklang. „Poetry Slam war der erste Ort, an dem ich das Gefühl hatte, dazuzugehören“, sagt Engelmann im Rückblick auf ihre Anfangszeit. Ihre künstlerische Laufbahn begann einst bei einem Slam in Hamburg.
Poetry Slam Awards: Bühne für Sprachkunst
Der Hauptpreis der Deutschen Poetry Slam Awards ist mit 4.000 Euro dotiert. Die Veranstaltung wird von „Kampf der Künste“ ausgerichtet, einer der wichtigsten Plattformen für Spoken Word in Deutschland. Auf der Bühne stehen auch Tanasgol Sabbagh, Fabian Navarro, Elias Hirschl, Paulina Behrendt, Florian Wintels und Pauline Füg – Namen, die bundesweit die Szene prägen.
Die Jury, bestehend aus Sebastian 23, Lisa Jaspersen und Ko Bylanzky, vergibt den Jury-Award, daneben gibt es Publikumspreise und einen Preis für besondere Verdienste um die Hamburger Slam-Kultur. Die Moderation übernimmt Ken Yamamoto.
Julia Engelmanns Ehrung wird Höhepunkt eines dreiteiligen Events in der Elbphilharmonie
Begleitend zur Award-Show gibt es zwei weitere Veranstaltungen: Das Format „Rising Stars“ um 14:30 Uhr präsentiert junge Talente wie Elif Duygu und Julius Keinath. Spät am Abend folgt die Show „Legends“, bei der u. a. Quichotte, Lara Stoll und der britische Weltmeister Harry Baker auftreten – moderiert von David Friedrich.
Slam-Kunst als Stimme einer Generation
Poetry Slam hat sich in den letzten Jahren von der Nische zur anerkannten Bühnenkunst entwickelt – und wird zunehmend auch für breitere Publikumsgruppen zugänglich. Engelmann habe, so Jan-Oliver Lange von „Kampf der Künste“, „maßgeblich dazu beigetragen, Slam einem breiten Publikum verständlich zu machen“. Die Verleihung in der Elbphilharmonie unterstreicht den kulturellen Stellenwert dieses literarischen Formats.
Weitere Infos zu den Veranstaltungen finden sich unter kampf-der-kuenste.de.