Luftaufnahme von Burg Vischering, umgeben von Wasser und Bäumen, mit roten Dächern und historischer Architektur.

Historisches Siegel der Äbtissin jetzt auf Burg Vischering zu sehen

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Lüdinghausen. Der Kreis Coesfeld hat ein außergewöhnliches Kulturobjekt für seinen Kunstbesitz erworben: Das Petschaftsiegel der Äbtissin Ursula Sophia von Ascheberg ist ab sofort Teil der Dauerausstellung auf Burg Vischering. Der Stempel steht nicht nur für hohe handwerkliche Qualität, sondern auch für die historische Bedeutung weiblicher Macht im Fürstbistum Münster.

Möglich wurde der Ankauf durch die Unterstützung der Sparkasse Westmünsterland. Offiziell vorgestellt wird das Objekt am Mittwoch, 19. November 2025 um 17:00 Uhr bei einem Pressetermin auf Burg Vischering.

Symbol weiblicher Autorität

Ursula Sophia von Ascheberg war von 1780 bis 1811 die letzte Äbtissin des Damenstiftes Nottuln. Als solche hatte sie eine einflussreiche Stellung im damaligen Fürstbistum Münster – politisch, gesellschaftlich und spirituell. Das erworbene Petschaft ist ein eindrucksvolles Zeugnis ihrer Amtsautorität: Mit dem Siegel beglaubigte sie Schriftstücke, schützte Inhalte und bestätigte ihre Zustimmung – zu einer Zeit, in der Frauen nur selten über derartige Macht verfügten.

Übergabe in historischem Rahmen

Bei dem Pressetermin auf der Burg treffen sich Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Sparkassen-Vorstand Norbert Hypki, Nottulns Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes und Kreis-Pressesprecher Tobias König. Gemeinsam wollen sie über die Bedeutung des Objekts und seine Einbettung in die Dauerausstellung sprechen.

Die Öffentlichkeit darf sich auf eine spannende Erweiterung der Ausstellung freuen – und auf eine Geschichte, die weibliche Führung in der kirchlichen und politischen Landschaft des 18. Jahrhunderts sichtbar macht.

Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es auf der Website des Kreises Coesfeld: www.kreis-coesfeld.de

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