Vortrag zu NS-Zeit: Ostfriesland und Groningen im Fokus

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Am 7. Mai 2026 hält Dr. Heiko Suhr einen Vortrag über die NS-Zeit in Ostfriesland und der Provinz Groningen. Die Veranstaltung im Klottje-Huus soll tiefere Einblicke in individuelle Entscheidungen während der Diktatur geben.

Individuen im Nationalsozialismus verstehen

In der historischen Betrachtung des Nationalsozialismus in Ostfriesland und der Provinz Groningen wird oft in klaren Schwarz-Weiß-Kategorien von Tätern und Opfern gedacht. Der Vortrag von Dr. Heiko Suhr, Leiter der Landschaftsbibliothek Aurich, bietet jedoch eine differenziertere Sichtweise auf diese Zeit. Am Donnerstag, den 7. Mai 2026, um 19:00 Uhr im Klottje-Huus, wird er anhand zweier Biografien die individuellen Handlungsspielräume beleuchten, die trotz der repressiven Diktatur existierten.

Biografien als Schlüssel zur Geschichte

Im Mittelpunkt stehen zwei sehr unterschiedliche Lebensgeschichten: Ein hochrangiger Verwaltungsbeamter, der in Ostfriesland und in den besetzten Niederlanden agierte, und ein weitgehend unbekannter Pastor aus einer kleinen ostfriesischen Gemeinde. Diese Biografien zeigen auf, wie Menschen innerhalb des NS-Systems agierten und angesichts von Druck Entscheidungen trafen. Anstatt die Protagonisten in stereotype Rollen von Heldentum oder Fanatismus zu zwängen, wirft die Analyse einen Blick auf die komplizierte Realität, in der sich diese Entscheidungen abspielten. Die Veranstaltung beabsichtigt, das Graue in der historischen Erzählung zu erfassen und verständlich zu machen.

Einladung zur Teilnahme

Die Veranstaltung wird mit einem Eintrittspreis von 5,00 € angeboten. Interessierte werden gebeten, sich zur besseren Planung anzumelden. Anmeldungen können per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 0491 / 2019 erfolgen. Für Rückfragen steht das Heimatmuseum Leer gerne zur Verfügung. Die Veranstaltung stellt eine wertvolle Gelegenheit dar, sich mit der komplexen Geschichte des Nationalsozialismus in der Region auseinanderzusetzen.

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