In Niedersachsen bekräftigt die berufliche Bildung ihre Rolle für Demokratie und Pluralismus. Ein neues Positionspapier des Landesausschusses zeigt, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt zentraler Bestandteil der Ausbildung ist.
Positionspapier für demokratische Werte
Der Landesausschuss für Berufsbildung in Niedersachsen hat mit einem einstimmig verabschiedeten Positionspapier Position gegen demokratiefeindliche Tendenzen bezogen. In der Sitzung wurde das Papier Kultusministerin Julia Willie Hamburg überreicht. Dies unterstreicht die Verantwortung, die die Partner in der beruflichen Bildung übernehmen, um demokratische Werte bei jungen Menschen aktiv zu stärken.
Verantwortung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer
Kultusministerin Julia Willie Hamburg hebt hervor, dass der Beschluss ein starkes Signal in unserer Zeit ist. „Die an der dualen Ausbildung Beteiligten zeigen mit diesem Bekenntnis Verantwortung“, sagt sie. Heiko Henke, alternierender Vorsitzender des Landesausschusses und Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Oldenburg, ergänzt, dass Ausbildung nicht nur fachliche Qualifizierung umfasst, sondern auch ein Ort ist, an dem Werte wie Respekt und Verantwortung vermittelt werden.
Gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Niedersachsen betont Henke, dass die Ausbildung ein Raum des Lernens und Erlebens sein sollte, in dem auch Solidarität und Mitbestimmung gelebt werden. Durch das Stärken der Medienkompetenz und kritischen Denkens werden Auszubildende zu verantwortungsvollen Mitgliedern der Gesellschaft befähigt.
Hintergrund zur Beruflichen Bildung in Niedersachsen
Die berufliche Orientierung und Bildung in Niedersachsen bereitet junge Menschen auf einen erfolgreichen Berufseinstieg vor. Der Landesausschuss für Berufsbildung berät die Landesregierung in Fragen zur Weiterentwicklung des Schulwesens. Gegründet 1969, setzt sich der Ausschuss aus einer gleichen Zahl von Vertretern der Arbeitgeber, Arbeitnehmer und den obersten Landesbehörden zusammen. Die Tagesordnung umfasst Themen wie den aktuellen Ausbildungsmarkt sowie grundsätzliche Anliegen der beruflichen Bildung.

