Hannover. Die Landkreise Cloppenburg und Oldenburg erhalten personelle Unterstützung bei der Bekämpfung der Geflügelpest. Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat auf Antrag den Tierseuchenkrisenfall für beide Kreise festgestellt. Damit können nun zusätzlich praktizierende Tierärztinnen und Tierärzte zur Entlastung der amtlichen Strukturen eingesetzt werden.
Cloppenburg ist mit 24 bestätigten Ausbrüchen besonders stark betroffen, gefolgt von Oldenburg mit fünf Fällen. Insgesamt wurden seit Oktober 2025 in Niedersachsen 61 Ausbrüche der Geflügelpest registriert – rund 1,5 Millionen Tiere sind betroffen.
Tierärztekammer und Tierseuchenkasse greifen aktiv ein
Die Maßnahme basiert auf einem Rahmenübereinkommen aus dem Jahr 2018 zwischen der Tierärztekammer Niedersachsen, dem Landkreistag, dem Städtetag und der Tierseuchenkasse. Sobald das Land formal eine Tierseuchenkrise erklärt, können Kosten für beauftragte Tierärztinnen und Tierärzte aus diesem Fonds übernommen werden.
Ziel ist es, die Tierseuchenbekämpfung vor Ort aufrechtzuerhalten und schnelle Probenahmen sicherzustellen. Der Erlass gilt ausschließlich für Cloppenburg und Oldenburg. Eine Ausweitung auf weitere Kreise ist bei Bedarf möglich.

