Juliane Bartel Medienpreis 2025 für Beiträge zu Frauenrechten verliehen

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Hannover. Bei einer feierlichen Veranstaltung im Kulturzentrum Pavillon sind am Dienstagabend die Gewinnerinnen und Gewinner des Juliane Bartel Medienpreises 2025 ausgezeichnet worden. Die prämierten Beiträge thematisieren Diskriminierung und Rollenbilder von Frauen in Gesellschaft, Politik und Medien.

Zum 24. Mal vergab das Land Niedersachsen gemeinsam mit dem NDR und der Niedersächsischen Landesmedienanstalt den renommierten Medienpreis. Rund 300 Gäste aus Politik, Medien und Gesellschaft nahmen an der Verleihung teil. Aus insgesamt 175 Einsendungen wurden 21 Beiträge nominiert und sechs davon prämiert – in den Kategorien Shorts, Doku visuell, Doku audio, Fiktion & Entertainment sowie zwei Sonderpreise. Alle Auszeichnungen sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert, die Sonderpreise mit je 1.500 Euro.

Medienpreis Frauenrechte Niedersachsen

Zu den ausgezeichneten Arbeiten zählt unter anderem „Wir finden die Täter“ von Isabell Beer, Isabel Ströh und Mette Marit Olsson, eine visuelle Dokumentation über sexualisierte Gewalt und die Rolle des investigativen Journalismus. In der Audiokategorie überzeugte „Die Entfremdungslüge“ von Heiko Rahms und Stephanie Schmidt durch die Aufdeckung rechter Netzwerke im Familienrecht. Auch der Beitrag „Muttertag“ von Bastian Kaiser, der die Gewalt gegen Frauen in Kolumbien beleuchtet, erhielt einen Preis in der Kurzformat-Kategorie.

Mit einer künstlerischen Performance eröffnete Poetry-Slammerin Antonia Josefa die Veranstaltung, musikalisch begleitet vom Duo Lina Bó. Ehrengast war Dr. Gesa Schirrmacher, Staatssekretärin im Niedersächsischen Sozialministerium. In einem Gespräch mit Moderatorin Christina von Saß sprach sie über globale Tendenzen wachsender Frauenfeindlichkeit. Schirrmacher verwies auf die Notwendigkeit gesetzlicher Maßnahmen und nannte in diesem Zusammenhang die Novellierung des Niedersächsischen Gleichberechtigungsgesetzes (NGG).

„Gleichstellung lebt nicht allein von Worten. Es braucht Menschen, die tagtäglich für sie einstehen“, so Schirrmacher. Sie betonte, dass Gleichstellung ein Menschenrecht sei, das nicht dem Zufall überlassen werden dürfe.

Vielfalt der Beiträge und Preisträger

Neben journalistischen Beiträgen wurde auch der fiktionale Film „Ungeschminkt“ von Uli Brée prämiert, der die Geschichte einer Transfrau im ländlichen Bayern erzählt. Der Sonderpreis ging unter anderem an „Ottilie Roederstein als Toast“ – ein kreatives Reel, das mit humorvollen Mitteln auf die Unsichtbarkeit von Künstlerinnen in der Kunstgeschichte aufmerksam macht. Der Dokumentarfilm „Sieben Winter in Teheran“ von Steffi Niederzoll erhielt ebenfalls einen Sonderpreis und erzählt die berührende Geschichte von Reyhaneh Jabbari, die im Iran wegen Notwehr zum Tode verurteilt wurde.

Informationen zu den nominierten Beiträgen, Jury-Mitgliedern und zur Preisverleihung stehen unter www.jbp.niedersachsen.de bereit.

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