Emsland. In der Vorweihnachtszeit locken Märkte und Geschäfte viele Besucher in die Innenstädte – ein idealer Nährboden für Taschendiebe. Die Polizeiliche Kriminalprävention und der Sperr-Notruf 116 116 appellieren daher an die Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger. Besonders im Gedränge nutzen Täter unbemerkte Momente, um Wertsachen wie Geldbörsen oder Smartphones zu stehlen.
Nach Angaben der Polizeilichen Kriminalprävention agieren Taschendiebe häufig arbeitsteilig und überregional. Eine Person lenkt das Opfer ab, eine zweite stiehlt, eine dritte verschwindet mit der Beute. Opfer bemerken den Diebstahl oft zu spät, was die Strafverfolgung erschwert. Sabrina Krenzler, Geschäftsführerin der Polizeilichen Kriminalprävention, betont: „Taschendiebe sind professionell organisiert. Wer achtsam ist, kann sich jedoch gut schützen.“
Tipps für einen sicheren Bummel
Um sich in der Adventszeit besser zu schützen, empfehlen Polizei und Sperr-Notruf unter anderem:
- Wertsachen möglichst körpernah in verschließbaren Innentaschen oder Gürteltaschen unter der Kleidung tragen,
- nur das Nötigste an Bargeld und Karten mitnehmen,
- PIN-Eingaben immer verdecken,
- digitale Karten auf Smartphone oder Smartwatch mit biometrischer Sicherung schützen,
- bei Verdacht auf Diebstahl oder Verlust sofort den Sperr-Notruf 116 116 kontaktieren.
Sandra Königstein vom Sperr-Notruf 116 116 e.V. rät: „Merken Sie sich Ihre PIN gut und notieren Sie sie auf keinen Fall. Eine verdeckte Eingabe schützt zusätzlich.“
Schnelles Handeln im Ernstfall
Wer den Verlust einer Zahlungskarte feststellt, sollte diese umgehend sperren – entweder telefonisch unter 116 116 oder über die SperrApp. Auch digitale Karten können so gesichert werden. Zudem empfiehlt die Polizei, den Diebstahl anzuzeigen, damit auch eine Sperrung im Lastschriftverfahren erfolgen kann.
Weitere Informationen gibt es auf polizei-beratung.de sowie unter www.pin-im-sinn.de.

