Berlin. In ihrem Sondergutachten zur Lebensmittellieferkette fordert die Monopolkommission eine Stärkung der landwirtschaftlichen Betriebe. Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht darin einen klaren politischen Handlungsauftrag zur Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen für Landwirte.
„Die Ergebnisse bestätigen unsere langjährige Kritik an der unausgewogenen Wettbewerbssituation innerhalb der Lieferkette“, erklärt DBV-Präsident Joachim Rukwied. Besonders der konzentrierte Lebensmitteleinzelhandel setze landwirtschaftliche Betriebe massiv unter Druck. Trotz steigender Verbraucherpreise profitierten viele Erzeuger kaum von der Wertschöpfung.
Forderung nach Missbrauchsaufsicht und fairen Handelsbedingungen
Die Monopolkommission und der Bauernverband sehen dringenden Handlungsbedarf, um den Markt vor weiterer Konzentration zu schützen. Notwendig seien eine effektivere Missbrauchsaufsicht und die Stärkung der Regelungen gegen unlautere Handelspraktiken. „Diese Vorschriften müssen erhalten und durchsetzungsstärker gestaltet werden“, so Rukwied.
Zukunftsfähige Landwirtschaft durch Reformen
Der Bauernverband spricht sich außerdem für Bürokratieabbau, stärkere Fusionskontrollen und eine gezielte Förderung innovativer Technologien aus. Diese Maßnahmen sollen die Kosteneffizienz steigern und die Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe sichern. „Jetzt ist der Gesetzgeber gefordert“, betont Rukwied.

