ALfA warnt: Kinderrechte in Europa unter Druck

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Augsburg. Zum Internationalen Tag der Kinderrechte am 20. November schlägt die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. Alarm: Aus Sicht der Organisation geraten zentrale Rechte von Kindern zunehmend unter politischen und wirtschaftlichen Druck. Insbesondere Reproduktionsverfahren wie Leihmutterschaft und Eizellspende sowie EU-weite Abtreibungsinitiativen stünden in direktem Widerspruch zum Schutz der Kinderrechte.

„Noch nie galten die Rechte der Kinder so wenig wie heute“, erklärt Cornelia Kaminski, Bundesvorsitzende der ALfA. Sie verweist auf Entwicklungen in Reproduktionsmedizin und Familienplanung, bei denen wirtschaftliche Interessen über das Kindeswohl gestellt würden. Kinder entstünden dabei zunehmend aus Verträgen und nicht als eigenständige Personen mit unveräußerlichen Rechten.

Kinderrechte ab Empfängnis?

Besondere Kritik übt der Verband an Messen wie „Wish for a baby“, die auch in Deutschland stattfinden und internationale Agenturen eine Plattform bieten. Diese fördern laut ALfA wirtschaftlich motivierte Leihmutterschaftsverhältnisse, in denen keine adäquate Prüfung der Eltern stattfinde. Kinder würden mitunter nach der Geburt nicht abgeholt oder im Vorfeld selektiert.

Auch die europäische Initiative „My Voice, My Choice“, die sich für einen leichteren Zugang zu legalen Schwangerschaftsabbrüchen einsetzt, sieht ALfA kritisch. Sie warnt vor einer Schwächung nationaler Schutzstandards und sieht das grundsätzliche Lebensrecht ungeborener Kinder gefährdet. Kaminski betont: „Kinderrechte enden nicht am Kreißsaal – ihre Anerkennung und ihr Schutz müssen mit der Empfängnis beginnen.“

Die ALfA ruft Politik und Gesellschaft dazu auf, Kinderrechte umfassend zu denken und von Anfang an zu schützen – unabhängig von Herkunft, Gesundheit oder sozialer Planung. Der Verein zählt rund 11.000 Mitglieder und ist im Bundesverband Lebensrecht (BVL) organisiert.

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