Seit 1997 laden islamische Religionsgemeinschaften am Tag der Deutschen Einheit zum Tag der offenen Moschee ein. Auch 2026 können Interessierte am 3. Oktober Moscheen besichtigen und mehr über den Glauben und Alltag von Muslimen in Deutschland erfahren. Die Stadt Osnabrück macht auf die bundesweite Aktion aufmerksam.
Tradition seit fast 30 Jahren
Der Tag der offenen Moschee findet seit 1997 jährlich am 3. Oktober statt. Islamische Religionsgemeinschaften in ganz Deutschland öffnen an diesem Tag ihre Gebetshäuser für Besucherinnen und Besucher. Ziel ist es, Einblicke in die Religion, die Kultur und den Alltag von Muslimen zu geben und den Dialog zu fördern.
Die Wahl des Termins ist bewusst gewählt: Der Tag der Deutschen Einheit soll verdeutlichen, dass sich die in Deutschland lebenden Muslime als selbstverständlicher Teil des wiedervereinigten Landes verstehen. Die Veranstaltung versteht sich damit auch als Beitrag zur gesellschaftlichen Integration und zum interreligiösen Austausch.
Motto 2026: Moscheen als gesellschaftliche Akteure
In diesem Jahr steht der bundesweite Aktionstag unter dem Motto „Moscheen als Träger der…“ – die genaue Ausgestaltung des Themas wird von den beteiligten Gemeinden vor Ort konkretisiert. Üblicherweise stehen dabei Fragen im Mittelpunkt, welche Rolle Moscheen als soziale und gesellschaftliche Treffpunkte über den religiösen Bereich hinaus einnehmen können.
Besucherinnen und Besucher haben an diesem Tag die Möglichkeit, Räumlichkeiten wie den Gebetsraum zu besichtigen, Fragen zu stellen und mit Gemeindemitgliedern ins Gespräch zu kommen. Viele Moscheegemeinden bieten zusätzlich Führungen, Informationsstände oder kulinarische Angebote an.
Bundesweite Beteiligung
Der Tag der offenen Moschee wird von zahlreichen islamischen Verbänden und Gemeinden in Deutschland unterstützt und ausgerichtet. Auch in Osnabrück und der Region wird die Aktion traditionell wahrgenommen. Interessierte können sich bei den örtlichen Moscheegemeinden über konkrete Programme und Öffnungszeiten am 3. Oktober 2026 informieren.
Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit und soll zum gegenseitigen Kennenlernen sowie zum Abbau von Vorurteilen beitragen.

