Spritze mit orangefarbener Flüssigkeit, gehalten von einer Hand mit rosa Handschuhen.

Grippeimpfung empfohlen: Schutz für Geflügelhalter in der Vogelgrippe-Saison

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Coesfeld. Angesichts der aktuellen Vogelgrippe-Situation raten das Robert Koch-Institut (RKI) und die Ständige Impfkommission (STIKO) Geflügelhaltern und anderen Tierkontaktpersonen dringend zur saisonalen Grippeimpfung. Diese Maßnahme soll das Risiko einer sogenannten Doppelinfektion mit saisonaler Influenza und aviärer Influenza senken.

Hintergrund ist das weiterhin als hoch eingestufte Risiko, dass Influenzaviren aus Wildvogelbeständen in Nutztierhaltungen oder zoologische Einrichtungen eingetragen werden. Zwar wurden in Deutschland bislang keine Fälle von Mensch-zu-Mensch-Übertragungen registriert, weltweit wurden jedoch seit 2003 etwa 2.600 Erkrankungen beim Menschen mit aviären Influenzaviren gemeldet.

Risiko minimieren, Kombinationsgefahr vermeiden

Das RKI warnt vor der theoretischen Möglichkeit einer genetischen Neukombination, sollte ein Mensch gleichzeitig mit einem saisonalen Grippevirus und einem Vogelgrippevirus infiziert sein. Ein solches Szenario könnte unter bestimmten Bedingungen zur Entstehung eines neuen, leichter übertragbaren Virus führen.

Daher richtet sich die Impfempfehlung besonders an folgende Personengruppen:

  • Geflügelhalter (privat und gewerblich)
  • Tierärztinnen und Tierärzte, Tierpflegerinnen und Tierpfleger
  • Jägerinnen und Jäger sowie Mitarbeitende in Tierheimen, Tierarztpraxen, Auffangstationen oder Schlachthöfen

Die saisonale Influenzaimpfung schützt nicht gegen Vogelgrippe selbst, kann aber eine Doppelinfektion verhindern. Zusätzlich gilt: Direkter Kontakt zu erkrankten oder verendeten Wildvögeln sollte unbedingt vermieden werden.

Weitere Informationen bietet das Robert Koch-Institut sowie das Serviceportal des Kreises Coesfeld.

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