Nahaufnahme eines grünen Cannabisblatts mit detaillierten Blattstrukturen und lebendigen Farben.

DVR fordert Nulltoleranz beim Mischkonsum: Cannabis und Alkohol am Steuer im Visier

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Berlin. Vor der Bundesratssitzung am 21. November 2025 warnt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) eindringlich vor den Risiken von Mischkonsum am Steuer. Zwei anstehende Initiativen sollen die Verkehrssicherheit im Zusammenhang mit Cannabis stärken. Der DVR fordert härtere Sanktionen sowie eine ärztlich kontrollierte Vergabe von Medizinalcannabis.

Mischkonsum aus Cannabis und Alkohol soll klar geregelt werden

Besonders kritisch sieht der DVR die Kombination von Cannabis und Alkohol im Straßenverkehr. „Mischkonsum am Steuer ist unberechenbar und lebensgefährlich“, sagt DVR-Präsident Manfred Wirsch. Der DVR fordert deshalb eine Nulltoleranzregelung, die in der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) festgeschrieben werden soll. Damit könnten Behörden bei Zweifeln an der Fahreignung rechtssicher handeln. Der entsprechende Entschließungsantrag wurde von Brandenburg und Thüringen in den Bundesrat eingebracht.

Medizinalcannabis: Onlineverschreibung ohne Kontrolle in der Kritik

Ein zweiter Punkt auf der Bundesratstagesordnung ist die Änderung des Medizinal-Cannabisgesetzes. Der DVR kritisiert die zunehmende Praxis, Cannabis auf Onlineplattformen ohne ärztliche Kontrolle zu verschreiben. „Cannabis per Klick im Internet gefährdet alle im Straßenverkehr“, so Wirsch. Die geplante Gesetzesänderung soll sicherstellen, dass Patientinnen und Patienten ärztlich begleitet werden, wenn sie Cannabis aus medizinischen Gründen nutzen.

DVR warnt: Verkehrssicherheit nicht gefährden

Hintergrund der Forderungen ist das Inkrafttreten des Konsumcannabisgesetzes, das THC-Grenzwerte regelt, aber keine klare Regelung für Mischkonsum enthält. Die aktuellen Initiativen versteht der DVR als Chance, Regelungslücken zu schließen und die Verkehrssicherheit zu stärken.

Weitere Informationen finden sich im DVR-Blickpunkt „Cannabis im Straßenverkehr“ sowie in der Kampagne „High lässt fahren“ und der Initiative „#mehrAchtung“.

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