Coesfeld. Das Projekt „Öko-Modellregion Münsterland“ wird bis Oktober 2028 verlängert. Ziel bleibt, mehr regionale Bio-Produkte im Alltag zu verankern – auf Feldern, in Küchen und Regalen im gesamten Münsterland.
Die Öko-Modellregion Münsterland geht damit in die zweite Förderphase. Unterstützt vom Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW, wollen die Projektpartner – die Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf sowie die Stadt Münster – den Ausbau regionaler Bio-Produktion vorantreiben. Die Landwirtschaftskammer NRW übernimmt erneut die Koordination auf Landesebene.
„Die Nachfrage nach Bio wächst deutlich schneller als die Anbauflächen. Hier liegt großes Potenzial für unsere Region“, sagt Andreas Grotendorst vom Münsterland e.V. Mit einem Gesamtbudget von rund 226.000 Euro sollen insbesondere Küchen in Kitas, Schulen und sozialen Einrichtungen gezielt beraten und vernetzt werden.
Bioregionale Ernährung im Alltag stärken
Bereits in der ersten Projektphase wurden über 60 Küchen angesprochen, mehrere erhielten eine Bio-Zertifizierung. Aktionen wie „Münster is(s)t gut“ mit 1.000 regionalen Bio-Gerichten in Kantinen oder bioregionale Picknickangebote zeigten konkrete Umsetzungen. Diese Ansätze sollen in den kommenden Jahren auf weitere Regionen im Münsterland übertragen werden.
Juliane Rabe, Projektleiterin beim Münsterland e.V., kündigt an: „Wir unterstützen Küchen individuell, wenn sie regionale Bio-Zutaten einsetzen möchten. So entstehen neue Lieferbeziehungen, die sich im besten Fall langfristig etablieren.“ Auch der Handel wird eingebunden: Hof- und Dorfläden, Supermärkte und Wochenmärkte erhalten Beratung, um bioregionale Produkte sichtbarer zu machen.

