Luftaufnahme eines großen Industriekomplexes mit Raffinerien und Rohrleitungen in einer ländlichen Umgebung.

Industriebetriebe in Niedersachsen: Stromerzeugung 2024 wieder leicht gestiegen

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Hannover. Die Stromproduktion der niedersächsischen Industrie hat sich im Jahr 2024 nach drei rückläufigen Jahren stabilisiert. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen mitteilt, stieg die Erzeugung im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozent auf knapp 6,6 Milliarden Kilowattstunden. Wichtigster Energieträger bleibt Erdgas, während der Anteil erneuerbarer Energien weiter gering ist.

Erdgas dominiert – Erneuerbare kaum von Bedeutung

Mit einem Anteil von 68,3 Prozent ist Erdgas weiterhin die dominierende Energiequelle in den Industriebetrieben. Gase aus Industrieprozessen folgen mit 20 Prozent. Der Anteil der Steinkohle sank deutlich auf 5,1 Prozent. Nur 3,2 Prozent der Stromerzeugung wurden 2024 durch erneuerbare Energieträger wie Biogas oder biogene Abfälle gedeckt – ein leichter Anstieg, bleibt aber auf niedrigem Niveau.

Kraft-Wärme-Kopplung und Branchen-Schwerpunkte

Ein Großteil der Stromproduktion entfiel wie im Vorjahr auf vier Branchen: die Automobilindustrie, die Metallverarbeitung, die chemische Industrie sowie die Papierherstellung. Diese Bereiche waren für 81,3 Prozent der erzeugten Strommenge verantwortlich. Zusätzlich erzeugten die Betriebe knapp 12,4 Milliarden Kilowattstunden Wärme durch Kraft-Wärme-Kopplung – ein Plus von 10,5 Prozent. Besonders stark legten die chemische Industrie (+24,6 %) und die Papierindustrie (+15,8 %) zu.

Bedeutung für Industrie und Energiepolitik

Die Zahlen zeigen, dass der Eigenbedarf der Industrie an Strom weiter hoch ist – mit einem starken Fokus auf fossile Energien. Die Ergebnisse unterstreichen die Herausforderungen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung im Industriesektor.

Weitere Details zur Statistik sind auf der Website des LSN abrufbar.

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