Hannover. Unter dem Leitsatz „Einfacher, schneller, günstiger bauen“ hat die Bauministerkonferenz am 21. November wichtige Impulse für die Vereinfachung von Neubauten und Umbauten im Gebäudebestand beschlossen. Niedersachsen nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein: Viele der jetzt diskutierten Maßnahmen sind im Land längst Praxis – etwa durch die Niedersächsische Umbauordnung.
Mit der Weiterentwicklung der bundesweiten Musterbauordnung (MBO) soll vor allem der Umbau bestehender Gebäude erleichtert und damit bezahlbarer Wohnraum schneller geschaffen werden. In Niedersachsen ist das bereits gelebte Realität: Vereinfachte Nutzungsänderungen, flexible Anpassungen im Bestand und praxistaugliche Regelungen sind hier gesetzlich verankert – und wurden von der Immobilienwirtschaft sogar ausgezeichnet.
Gebäudetyp E und Umbau als Schlüssel
Ein weiteres zentrales Thema ist die Einführung des sogenannten Gebäudetyps E – ein flexibler Standard, der funktionales und kostensparendes Bauen ermöglichen soll. Die Grundlage dafür bildet unter anderem der „Niedersächsische Weg zum erleichterten und kostengünstigen Bauen“, der bereits im Oktober im Bündnis für bezahlbares Wohnen verabschiedet wurde.
„Umbau ist einer der zentralen Schlüssel für bezahlbaren Wohnraum und nachhaltige Stadtentwicklung“, betonte Bau-Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier. „Niedersachsen geht hier seit Jahren mutig voran. Ich freue mich, dass unsere Erfahrungen bundesweit Früchte tragen.“
Vorbildfunktion für Bund und Länder
Die aktuellen Beschlüsse auf der Bauministerkonferenz zeigen, dass praktikable und rechtssichere Lösungen für mehr Wohnraum nur im Schulterschluss von Bund und Ländern gelingen können. Niedersachsen bringt seine Expertise aktiv ein – nicht nur im Rahmen der Musterbauordnung, sondern auch durch konkrete Erfahrungen aus der landeseigenen Praxis.
Mehr zur Niedersächsischen Umbauordnung und den aktuellen Entwicklungen finden sich auf der Website des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Bauen.

