Tausende Menschen mit Amputationen betroffen

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München. Amnesty International informiert über die erschütternde Situation von Menschen mit Amputationen in Kriegsgebieten. Allein in den Palästinensischen Gebieten werden 6.000 Prothesen benötigt, um einem Teil der über 40.000 zivilen Verlusten an Gliedmaßen aufgrund von Minen, Blindgängern und Bomben die notwendigen Hilfen zu bieten. Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember fordert die Hilfsorganisation Handicap International (HI) mehr finanzielle Unterstützung für die Betroffenen.

Hilfe für Amputierte in Kriegsgebieten

In vielen Ländern, die von Konflikten betroffen sind, haben Tausende Menschen durch Kriege ihre Gliedmaßen verloren. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO sind derzeit rund 40.000 Menschen in den Palästinensischen Gebieten auf Prothesen angewiesen. Handicap International entwickelt spezielle Programme, um diesen Menschen mit Prothesen, Rollstühlen, Physiotherapie und psychosozialer Unterstützung zu helfen. So haben die Teams von HI allein im Jahr 2025 in Syrien bereits 2.298 Menschen mit Amputationen versorgt. Diese Hilfestellungen sind von entscheidender Bedeutung, insbesondere für Rückkehrende in ihre Heimat.

Die Geschäftsführerin von Handicap International Deutschland, Dr. Inez Kipfer-Didavi, hebt hervor: „In Kriegsgebieten steigt die Zahl der Menschen mit Amputationen stark an. Allein im Gazastreifen gehen wir davon aus, dass es über 5.000 Menschen betrifft. Wir brauchen dringend mehr finanzielle Mittel und ungehinderten Zugang, um diesen Menschen zu helfen, sodass sie selbstständig und mobil leben können.“

Geschichten aus dem Gazastreifen

Die Schicksale von Betroffenen sind oft erschütternd, wie das der Geschwister Fayez (24) und Mena (12). Bei einem Bombenangriff im Gazastreifen wurden beide schwer verletzt und verloren jeweils ein Bein. Die Kinder erhalten im Rehazentrum von Handicap International individuelle Unterstützung. Mit Hilfe von Physiotherapeuten lernen sie, wie sie mit ihren neuen Prothesen umgehen und wieder mobil werden können. Auch die neunjährige Malak, die nicht nur ihr Bein, sondern auch ihre Familie verloren hat, wird in derselben Einrichtung betreut.

Ein weiteres zentraler Aspekt der Arbeit von HI ist die Aufklärung über die Gefahren explosiver Kriegsreste. „In Gaza, Ukraine, Afghanistan, Myanmar, Jemen oder Syrien sind die Menschen durch die unzähligen explosiven Kriegsreste bedroht. Vor allem Kinder treten beim Spielen auf Minen, Blindgänger oder nicht explodierte Bombenreste“, erklärt Kipfer-Didavi. Viele Organisationen, einschließlich Handicap International, setzen sich aktiv für die Räumung solcher Gefahren und die Sicherheit der Bevölkerung ein.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Die Notwendigkeit von Hilfsmaßnahmen für Menschen mit Amputationen in Kriegsgebieten ist unübersehbar. Die Arbeit von Handicap International in unterschiedlichen Ländern und der Aufruf nach mehr finanzieller Unterstützung verdeutlicht die Dringlichkeit der Situation. Für Bürgerinnen und Bürger ist es wichtig, über solchehumanitären Herausforderungen informiert zu sein und sich möglicherweise auch aktiv für Hilfsorganisationen einzusetzen. Die Situation bleibt kritisch, und die Zusammenarbeit von internationalen Hilfsorganisationen ist erforderlicher denn je, um den betroffenen Menschen nachhaltig zu helfen. Das Schicksal der Menschen mit Amputationen ist nicht nur eine globale Herausforderung, sondern hat auch eine lokale Dimension, die uns alle betrifft.

Für weitere Informationen zur Arbeit von Handicap International können Sie die offizielle Website besuchen: Handicap International.

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