Berlin. In der kalten Jahreszeit greifen viele Menschen bei Halsschmerzen und hartnäckigem Husten zu Antibiotika. Dabei wird oft übersehen, dass diese Medikamente nicht nur gegen schädliche Bakterien wirken, sondern auch das empfindliche Gleichgewicht des Mikrobioms stören können, insbesondere bei Frauen. Die Diskussion über die Zusammenhänge von Antibiotika und Intimbeschwerden wurde kürzlich von Gynäkologe Prof. Dr. Werner Mendling und Apothekerin Kirsten Hien bei einem Pressegespräch von DR. KADE ausführlich beleuchtet.
Warum Antibiotika Intimbeschwerden auslösen
Die Vaginalflora zählt zu den empfindlichsten Mikrobiomen des menschlichen Körpers. Sie wird üblicherweise von schützenden Milchsäurebakterien, den Laktobazillen, dominiert. Diese Bakterien halten den pH-Wert im Scheidenbereich niedrig und erschweren damit das Wachstum schädlicher Keime. Bei Einnahme von Antibiotika kann es jedoch zu einer Dysbiose kommen, einem Ungleichgewicht, das zu vaginalen Infektionen führen kann. Prof. Mendling weist darauf hin, dass insbesondere Beta-Laktam-Antibiotika wie Penicillin und Amoxicillin auch gegen wichtige Laktobazillenarten wirken und somit das vaginale Mikrobiom gefährden.
Die Problematik erhöht sich je nach Dauer und Art der Antibiotika-Therapie: Kürzere Behandlungen sind in der Regel weniger schädlich für die Vaginalflora, während Breitbandantibiotika wie Clindamycin ein höheres Risiko bergen. Infolgedessen können Infektionen durch Hefepilze, wie Candida albicans, begünstigt werden.
Beispielhafte Zitate:
„Antibiotika vernichten nicht nur schädliche, sondern auch nützliche Bakterien. Das führt häufig zu unangenehmen Intimbeschwerden“, sagte Prof. Dr. Werner Mendling.
Wie sich die Vaginalflora schützen lässt
Um die Vaginalflora nach einer Antibiotikatherapie wiederherzustellen, empfehlen Experten eine Kombination aus Milchsäure und Laktobazillen. Apothekerin Kirsten Hien erläuterte die Wirkung von Milchsäurepräparaten, die den pH-Wert stabilisieren und die Ansiedlung gesunder Bakterien unterstützen. Die KadeFlora® Milchsäurebakterien Vaginalkapseln enthalten scheidentypische Laktobazillen, die beim Aufbau einer gesunden Flora helfen.
Zusätzlich wird auf eine umfassende Behandlung von Infektionen hingewiesen. Hier hat sich die KadeFungin® 3 Kombi-Packung als wirksam erwiesen, die eine klassische 3-Tage-Therapie mit einem Breitbandantibiotikum umfasst. Diese Therapien können oft schnell Linderung verschaffen und Symptome wie Juckreiz und Brennen vermindern.
Wie wichtig ist das Mikrobiom für die Gesundheit?
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Die Gesundheit des Mikrobioms ist nicht nur für die Intimgesundheit entscheidend, sondern hat auch Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden. Prof. Mendling betont, dass Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Bewegung und hormonelle Stabilität das Mikrobiom positiv beeinflussen können. Stress, Rauchen und hormonelle Schwankungen wirken sich hingegen nachteilig aus.
Für Frauen, die anfällig für wiederkehrende Infektionen sind, ist es besonders wichtig, während und nach einer Antibiotikabehandlung auf das Mikrobiom zu achten. Die Verwendung von Milchsäurebakterien kann helfen, das Risiko für Rückfälle zu minimieren.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Thematik Antibiotika und Intimbeschwerden eine zunehmende Relevanz für die Gesundheit von Frauen hat. Um eine gesunde Vaginalflora zu unterstützen, sind Präventions- und Wiederherstellungsmaßnahmen nach einer Antibiotikagabe unabdingbar. Frauen sollten sich sowohl über die Auswirkungen von Antibiotika als auch über mögliche Unterstützungsmaßnahmen informieren, um ihre Intimgesundheit nachhaltig zu fördern.

