Unterschiede bei Vielfalt in Deutschland

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Stuttgart. Die aktuelle Sonderauswertung des Vielfaltsbarometers 2025 der Robert Bosch Stiftung zeigt signifikante Unterschiede in der Akzeptanz von Vielfalt zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Diese Studie bietet einen aufschlussreichen Einblick in das gesellschaftliche Zusammenleben in Deutschland.

Neue Erkenntnisse zur Vielfalt

Die Studie mit dem Titel „Teilhabe und Zugehörigkeit in der Einwanderungsgesellschaft“ untersucht spezifische Dimensionen der Akzeptanz von Vielfalt, wie ethnische Herkunft, Religion und sexuelle Orientierung. Laut den Ergebnissen sind Menschen mit Migrationshintergrund deutlich offener gegenüber religiöser (41 Punkte) und ethnischer Vielfalt (62 Punkte) als ihre Gegenstücke ohne Migrationshintergrund (31 und 54 Punkte). Im Gegensatz dazu ist die Offenheit für Unterschiede in der sexuellen Orientierung bei Menschen ohne Migrationshintergrund höher, mit 72 Punkten im Vergleich zu 63 Punkten.

„Die Ergebnisse zeigen, dass persönliche Lebenserfahrungen den Blick auf Vielfalt prägen“, erklärte Dr. Raphaela Schweiger, Leiterin des Migrationsprogramms der Robert Bosch Stiftung.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Bewertung des gesellschaftlichen Status. Gut vierzig Prozent aller Befragten, unabhängig von ihrem Migrationshintergrund, fühlen sich als Bürger:innen zweiter Klasse. In Ostdeutschland ist dieses Gefühl sogar noch ausgeprägter, mit 48 Prozent der Befragten.

Einstellung zu Zuwanderung

Eine wesentliche Erkenntnis der Untersuchung ist die unterschiedliche Akzeptanz von Zuwanderung, abhängig von der Herkunftsregion. Menschen aus Nord- und Westeuropa werden von vier von fünf Befragten positiv bewertet; hingegen gibt es eine deutlich weniger positive Einstellung zu Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten, wo die Zustimmung auf unter ein Drittel sinkt.

Ebenfalls erwähnenswert ist die Akzeptanz von ausländischen Studierenden (75 Prozent), Kriegsflüchtlingen (72 Prozent) und Arbeitskräften (71 Prozent). Im Gegensatz dazu finden Zuwandernde, die wegen Armut oder Klimawandel migrieren, weniger Zustimmung (jeweils rund ein Drittel).

Wie Menschen mit Migrationshintergrund die Gesellschaft wahrnehmen, wird ebenfalls beeinflusst von ihrer Einschätzung der politischen Lage. Im Vergleich zu Menschen ohne Migrationshintergrund bewerten sie die gesellschaftliche Lage positiver und haben mehr Vertrauen in die Politik. Gleichzeitig berichten fast drei Viertel der Befragten mit Migrationshintergrund von Diskriminierung, oft aufgrund von Aussehen oder Akzent.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Insgesamt verdeutlicht die Auswertung des Vielfaltsbarometers 2025, dass der Blick auf Vielfalt in Deutschland stark von individuellen Lebensrealitäten abhängt. Die Robert Bosch Stiftung ermutigt dazu, den Dialog zwischen verschiedenen Gruppen zu fördern und Vorurteile abzubauen.

Fazit und Ausblick

Die dortigen Ergebnisse können als wichtige Impulse für die Politik und Gesellschaft angesehen werden, um ein harmonisches Zusammenleben zu fördern. Die Erkenntnisse des Vielfaltsbarometers 2025 Migrationshintergrund zeigen deutlich, dass die individuelle Herkunft und die gelebten Erfahrungen in Deutschland die Akzeptanz von Vielfalt prägen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Studie zu positiven Veränderungen im gesellschaftlichen Diskurs führt und alle Stimmen in der Einwanderungsgesellschaft Gehör finden. Die vollständige Sonderauswertung können Interessierte auf der Website der Robert Bosch Stiftung einsehen.

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