Gaza: Johanniter weiten medizinische Hilfe aus / In zehn Gesundheitseinrichtungen sorgen die Johanniter für eine medizinische Grundversorgung. Diese ist besonders in den Wintermonaten essentiell.

Johanniter weiten medizinische Hilfe in Gaza aus

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Berlin. Die Johanniter und die britische Hilfsorganisation UK-Med haben Maßnahmen zur Wiederherstellung der zerstörten medizinischen Infrastruktur im Gazastreifen initiiert. Dabei sollen zwei durch Luftangriffe beschädigte Gesundheitszentren in Gazastadt und im Norden des Gazastreifens wieder in Betrieb genommen werden. Derzeit sorgt das Sheikh-Radwan-Krankenhaus für die medizinische Versorgung von etwa 1.000 Menschen täglich.

Hilfsorganisation rettet Leben

Die Sanierung des Sheikh-Radwan-Krankenhauses stellt einen ersten Erfolg der gemeinsamen Anstrengungen dar. Das Krankenhaus ist das einzige funktionierende in der Region und bietet ein breites Leistungsspektrum an, das sowohl die Behandlung von Kriegsverletzungen als auch von Infektions- und chronischen Krankheiten umfasst. Sophia Buller, die Länderbüroleiterin der Johanniter für den Nahen Osten, weist auch auf präventive Maßnahmen hin: „Hier werden umfassende Impfungen und eine Mutter-Kind-Versorgung durchgeführt.“

In den Wintermonaten sind die Herausforderungen für die zivilbevölkerung enorm. Starke Regenfälle, Stürme und sinkende Temperaturen verschärfen die ohnehin schwierige Lage der Bewohner, die in Zelten und zerstörten Häusern leben. Hunger und der mangelnde Zugang zu sicherem Trinkwasser setzten den Menschen zusätzlich zu.

Die Ärzte von UK-Med warnen vor einem dramatischen Anstieg von Atemwegserkrankungen in den winterlichen Verhältnissen. „Bereits im letzten Monat hatten wir in unseren beiden Feldkrankenhäusern einen Anstieg von bis zu 30 Prozent an Patienten mit Atemwegserkrankungen“, berichtet David Wightwick, Geschäftsführer von UK-Med. Besonders gefährdet sind Kinder und ältere Menschen, die ein höheres Risiko für schwerwiegende Erkrankungen haben.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Die Johanniter sind in der Region durch ein Länderbüro in Jordanien vertreten und koordinieren dort die medizinischen Projekte in Gaza, Westjordanland, Libanon und Syrien. Seit Ausbruch des Krieges leisten sie zusammen mit Partnern wie dem St John Eye Hospital und Juzoor täglich medizinische Hilfe in Gaza und im Westjordanland. Ab sofort wird die Initiative gemeinsam mit UK-Med bis zum Sommer 2027 mindestens zehn medizinische Zentren im gesamten Gazastreifen unterstützen. Dieses wichtige Projekt wird zudem vom Auswärtigen Amt mitfinanziert.

Die Menschen in Gaza sind seit zwei Kriegsjahren und durch massive Zerstörungen dringend auf medizinische Hilfe angewiesen. Die Initiative zur Wiederherstellung der medizinischen Infrastruktur ist ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der Lebensumstände und zur Bereitstellung von medizinischer Hilfe in Gaza, die für viele Überlebende unverzichtbar sind.

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