"Meine Stimme. Meine Therapie." Patient:innen zeigen, wie medizinisches Cannabis ihr Leben verändert hat

Patient:innen berichten über ihre Cannabistherapie

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Leipzig. Die Cannabis-Plattform Grünhorn startet die Kampagne „Meine Stimme. Meine Therapie.“, die persönliche Geschichten von neun Patient:innen präsentiert, die durch Cannabis eine wesentliche Verbesserung ihrer Lebensqualität erfahren haben. Ziel der Kampagne ist es, Vorurteile gegenüber der Cannabistherapie abzubauen und zu zeigen, wie diese Therapieoption helfen kann, wo andere Wege versagt haben.

Echte Geschichten über Cannabistherapie

Die Kampagne vereint verschiedene Portraits von Menschen, die sich offen zu ihren Erfahrungen mit Cannabis als Therapiemittel äußern. So berichtet die 32-jährige Korri, Krankenpflegerin mit Migräne, über ihre mühevollen Erfahrungen mit Opiaten: „Trotz der Einnahme von Morphin, Tilidin und Oxycodon wurden wir nicht ernst genommen.“ Klaus Häfner, 66 Jahre und Rentner, beschreibt seinen Wandel: „Mit Cannabis ist es ein Ballon, der wieder nach oben geht.“ Diese und viele weitere Erzählungen verdeutlichen, wie wichtig Cannabistherapien für die Betroffenen sind.

Das Vertrauen in die Cannabistherapie bleibt trotz ihrer positiven Effekte jedoch oft gering. Max, 33 Jahre alt und Autist, erläutert: „Ich bin nicht dauerhaft high.“ Die 63-jährige Rentnerin Petra Hoffmann thematisiert einen weiteren Aspekt: „Ich wünsche mir mehr Akzeptanz für Cannabis als Arzneimittel. Mit Cannabis liege ich nicht bekifft in der Ecke.“ Diese Stimmen aus der Kampagne zeigen, wie sehr die persönliche Betroffenheit hinter den allgemeinen Vorurteilen steht.

Behandlungsbedarf: Mehr als nur eine Therapie

Die Kampagne macht auch deutlich, dass viele Patient:innen mehr unter den Vorurteilen leiden als unter ihren Erkrankungen selbst. Stephanie Feldner, 45, beispielsweise beschreibt ihre Situation: „Als ich Opiate bekam, galt ich als gute Patientin, jetzt gelte ich als Drogensüchtige.“ Diese Diskrepanz verdeutlicht, wie wichtig die öffentliche Wahrnehmung für die betroffenen Menschen ist.

Zudem appellieren die Inserierten an die Gesellschaft, da die bestehende Stigmatisierung oft existenzielle Bedeutung hat. „Ich habe das Gefühl, ich mache etwas Verbotenes, obwohl es längst legal ist“, sagt Patrizia Vogel, 32. Der Zugang zu Cannabistherapien könnte sich durch drohende gesetzliche Einschränkungen erheblich erschweren.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Die geplante Verschärfung von Verordnungen für medizinisches Cannabis sorgt für Besorgnis unter den Patient:innen. Das Bundesgesundheitsministerium plant, Erstverordnungen künftig nur noch bei persönlichem Arztkontakt in der Praxis zu erlauben und den Versand von medizinischem Cannabis zu verbieten. Stefan Fritsch, CEO von Grünhorn, äußert sich kritisch: „Digitale Patientenversorgung ist sicher und effektiv. Wir drängen Patienten zurück in überfüllte Wartezimmer – das ist nicht nur rückständig, sondern auch mit Risiken verbunden.“

Patient:innen wie Lisa Böhle, 30, die Betroffene nach einer Sepsis, betonen die existenzielle Bedrohung durch die neuen Regelungen: „Wir schaffen ein Umdenken – und jetzt soll alles wieder zurückgedreht werden? Für uns Patienten wäre das eine Katastrophe.“

Mit der Kampagne „Meine Stimme. Meine Therapie.“ setzt Grünhorn ein Zeichen für die Wichtigkeit der Cannabistherapie und das Recht auf Zugang zu einer modernen medizinischen Versorgung. Ziel ist es, für mehr Akzeptanz und Verständnis in der Gesellschaft zu werben, um so das Leben von vielen Patient:innen, die auf Cannabistherapie angewiesen sind, nachhaltig zu verbessern.

Zusammengefasst zeigen die Cannabistherapie Patient:innen Geschichten nicht nur persönliche Schicksale, sondern auch den steigenden Bedarf an einem respektvollen Umgang mit dieser Therapieform sowie den Erhalt bewährter Versorgungsstrukturen.

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