Rede des Gesundheitsministers Philippi zu Schutz bei psychischen Erkrankungen

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Niedersachsen. Der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi sprach vor dem Bundesrat über die Notwendigkeit, Menschen mit psychischen Erkrankungen Schutz zu bieten und Gefahrenpotenziale besser zu erkennen. Im Fokus steht dabei die bundesweite Zusammenarbeit und die Verbesserung der Versorgung für Betroffene, um Gewaltvorfälle mit psychisch kranken Personen zu verhindern – eine zentrale Maßnahme für den psychische Erkrankungen Schutz.

Schutz bei psychischen Erkrankungen

Bundesweite Initiative für ressortübergreifenden Datenaustausch

Dr. Philippi betonte die Bedeutung eines Datenaustauschs über Bundeslandgrenzen und Ressorts hinweg. Aktuell existieren in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Regelungen zum Umgang mit medizinischen und personenbezogenen Daten bei fremdgefährdenden psychisch Kranken. Eine bundesweite einheitliche Regelung soll mehr Rechtssicherheit schaffen und ermöglichen, gefährdende Situationen frühzeitig zu erkennen.

Wichtig dabei ist, dass medizinische Daten, die besonders geschützt sind, nur in definierten Risikofällen zwischen psychiatrischer Versorgung, Kommunen, Sicherheitsbehörden, Suchthilfe und weiteren Institutionen ausgetauscht werden. Ziel ist eine koordinierte Hilfe, die Prävention und Sicherheit gleichermaßen unterstützt.

Verbesserte Versorgungsstrukturen für schwere psychische Erkrankungen

Während in den letzten Jahren hauptsächlich Patienten mit Depressionen, Angsterkrankungen oder psychosomatischen Leiden im Fokus waren, hat sich die Versorgung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen wie schweren Psychosen verschlechtert. Innovative Versorgungsmodelle, wie multiprofessionelle aufsuchende Teams, sind in Deutschland kaum etabliert, obwohl sie sich in Nachbarländern wie den Niederlanden bewährt haben.

Ein mehrjähriger Dialogprozess im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums hat konkrete Empfehlungen zur Reform der gesetzlichen Grundlagen, insbesondere des SGB V, erarbeitet. Diese sollen eine nachhaltige Verbesserung der Hilfen für schwer psychisch Erkrankte ermöglichen und so präventiv zur Reduzierung von Gewalt beitragen.

„Die durch eine psychische Erkrankung motivierten Angriffe des letzten Jahres müssen wir ernst nehmen“, sagte Dr. Andreas Philippi.

Der Vorstoß Niedersachsens für einen besseren psychische Erkrankungen Schutz hat auch für die Bürgerinnen und Bürger in der Region große Relevanz. Mehr Rechtssicherheit beim sensiblen Datenaustausch und erweiterte Versorgungsangebote können präventiv wirken und Betroffene sowie ihr Umfeld besser schützen. Die geplanten Anpassungen im Sozialgesetzbuch sollen in den kommenden Monaten weiter beraten werden, um die Versorgung langfristig zu verbessern.

Weitere Informationen zu gesundheitspolitischen Initiativen der Bundesländer finden sich auf regionalupdate.de. Ergänzend bietet das Bundesministerium für Gesundheit verlässliche Informationen zu psychischen Erkrankungen und deren Behandlung an: bmg.bund.de.

Der professionelle Umgang mit psychischen Erkrankungen und der Schutz ihrer Betroffenen bleibt ein zentrales gesellschaftliches Thema, das durch eine bundesweite Initiative in den Fokus gerückt wird. Mit diesen Maßnahmen wird ein wichtiger Schritt für den psychische Erkrankungen Schutz gesetzt.

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