Berlin. Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert in seinem aktuellen Appell, die Kinderrechte Deutschland Gesellschaft stärker in den Fokus zu rücken. Dabei wird insbesondere auf die unzureichende Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hingewiesen.
Kinderrechte jetzt stärken
Das Deutsche Kinderhilfswerk hat kürzlich den Kinderrechte-Index vorgelegt, der deutliche Defizite bei der Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland offenlegt. Der Präsident des Vereins, Thomas Krüger, kritisiert, dass das Kindeswohl trotz der seit mehr als 36 Jahren geltenden UN-Kinderrechtskonvention in politischen, verwaltungsrechtlichen und gerichtlichen Entscheidungen noch immer nicht ausreichend berücksichtigt wird. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der gesellschaftlichen Anerkennung von Kindern als eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen Rechten.
Forderungen nach Verankerung im Grundgesetz
Kernforderung des Deutschen Kinderhilfswerkes ist die rechtliche Verankerung der Kinderrechte in das Grundgesetz. Hierbei sollen die Rechte der Kinder unabhängig von den Elternrechten als staatliche Pflichten normiert werden. Dies soll sicherstellen, dass das Kindeswohl vorrangig behandelt wird und Kinder umfassende Rechte auf Schutz, Förderung, Entwicklung und Beteiligung erhalten. Thomas Krüger äußerte die Hoffnung, dass eine breite politische Koalition, bestehend aus CDU/CSU, SPD, Grünen und Linken, dieses Vorhaben unterstützen wird.
Beteiligung von Kindern und Chancengleichheit
Das Deutsche Kinderhilfswerk hebt außerdem die Bedeutung der Mitbestimmung von Kindern hervor. Kinder sollen als gleichwertige Mitglieder der Gesellschaft wahrgenommen und respektiert werden. Demokratie lernt man durch Erleben, darum ist eine altersgemäße Beteiligung auch im Alltag essenziell. Ein weiterer kritischer Punkt ist die anhaltende Bildungsbenachteiligung armer Kinder in Deutschland, die nach Ansicht der Organisation langfristig die gesellschaftliche Teilhabe erschwert.
„Wir wollen ein kindgerechtes Deutschland, in dem Kinder und Jugendliche als gleichwertige Mitglieder der Gesellschaft gesehen, behandelt und respektiert werden“, sagte Thomas Krüger.
- Die Kinderrechte sind bislang nicht durchgängig anerkannt und umgesetzt.
- Die Situation von Kindern in Bildungseinrichtungen und Familien entspricht häufig nicht dem Kinderrechtsstandard.
- Öffentliche Diskussionen zur Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz zeigen den notwendigen gesellschaftlichen Dialog.
Beispiel: Weitere Informationen zur Umsetzung von Kinderrechten in Deutschland finden sich auch bei UNICEF Deutschland, einer wichtigen Anlaufstelle für Kinderrechtsthemen.
Weiterführende Informationen zu regionalen Angeboten und Projekten bieten wir unter regionalupdate.de.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für die Region und Ausblick
Die Forderungen des Deutschen Kinderhilfswerks zu einer stärkeren Verankerung von Kinderrechten sind auch für die lokale Ebene relevant. Kommunen und regionale Institutionen können durch konkrete Maßnahmen, wie die bessere Integration von Kinderrechten in Schulen und öffentliche Einrichtungen, dazu beitragen, dass Kinderrechte in der Gesellschaft wirksam werden. Die konsequente Umsetzung der Kinderrechte stärkt das Kindeswohl und fördert die gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen.
Das Deutsche Kinderhilfswerk plant zudem weiterhin Aufklärungsarbeit und Einbindung der Zivilgesellschaft, um den Dialog zur Kinderrechtsverankerung voranzutreiben. Geplante Gesetzgebungsverfahren sollen in den kommenden Monaten intensiv begleitet und öffentlich diskutiert werden. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass dem Schutz und der Förderung von Kindern künftig eine höhere Priorität zukommt.

