Elektronische Patientenakte bisher kaum genutzt

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Digitale Realität

Berlin. Ein Jahr nach dem Start können nahezu alle gesetzlich Versicherten in Deutschland die elektronische Patientenakte nutzen, doch tatsächlich verwenden nur wenige dieses digitale Angebot. Die Nutzung der elektronischen Patientenakte ist derzeit noch gering, wie eine aktuelle Civey-Umfrage zeigt.

ePA Nutzung steigt langsam

Die Umfrage im Auftrag von Pharma Deutschland verdeutlicht, dass etwa 80 Prozent der Menschen die elektronische Patientenakte kennen, aber nur rund 20 Prozent sie bisher aktiv genutzt haben.

Nutzung variiert nach Altersgruppen und Regionen

Die häufigste Verwendung der elektronischen Patientenakte findet sich bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren, von denen fast 29 Prozent die ePA einsetzen. Auch geografisch gibt es Unterschiede: Während in Ostdeutschland 24 Prozent die ePA nutzen, sind es im Westen Deutschlands nur knapp 18 Prozent. Männer verwenden die elektronische Akte häufiger als Frauen (22,1 Prozent zu 15,1 Prozent).

Vorteile der elektronischen Patientenakte im Alltag

Die ePA bietet zahlreiche Vorteile für Patientinnen und Patienten sowie für medizinisches Personal. Ärzte, Fachpraxen, Kliniken und Apotheken können aktuelle Gesundheitsdaten wie Arztbriefe, Laborwerte und Medikationspläne abrufen. Das erleichtert die Behandlung, verhindert Fehler und fördert eine genauere Diagnose. Außerdem ermöglicht die Nutzung pseudonymisierter Daten eine Verbesserung der Forschung und Versorgung, etwa durch bessere Kenntnisse über Wirkungen und Risiken von Medikamenten.

„Die ePA ist technisch da, aber im Alltag noch nicht angekommen“, sagte Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland. „Solange nur eine Minderheit die ePA aktiv nutzt, verschenken wir Chancen: für bessere Diagnosen, sicherere Arzneimitteltherapien und eine Medizin, die wirklich aus den Erfahrungen von Millionen Patientinnen und Patienten lernt.“

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Elektronische Patientenakte nutzen: Bedeutung für Bürgerinnen und Bürger in der Region

Die elektronische Patientenakte kann den Umgang mit medizinischen Informationen vereinfachen und so zur besseren Versorgung beitragen, auch im regionalen Kontext. Weniger doppelte Untersuchungen und eine effektivere Kommunikation zwischen Ärztinnen, Ärzten und Apotheken können Wartezeiten und Fehler reduzieren.

Zukünftig plant der Gesetzgeber, die Nutzung der ePA weiter zu fördern und die Anwendungen benutzerfreundlicher zu gestalten. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger sind Informationen zur elektronischen Patientenakte unter anderem auf pharmadeutschland.de sowie beim Bundesgesundheitsministerium zu finden.

Mehr zum Thema Gesundheitsdigitalisierung und regionalen Entwicklungen lesen Sie auf regionalupdate.de.


Quellen: Pharma Deutschland e.V. (https://www.pharmadeutschland.de), Bundesministerium für Gesundheit (https://www.bundesgesundheitsministerium.de)

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