Fraunhofer IPMS präsentiert neue Chips für organische Halbleiter

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Dresden. Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS hat neue organische Halbleiter Chips entwickelt, die die Materialforschung deutlich verbessern. Mit einem neuartigen Messadapter können jetzt erstmals bis zu acht Interdigitalelektrodenpaare gleichzeitig kontaktiert werden, was präzise Analysen und schnellere Entwicklungsprozesse ermöglicht.

Innovative Chips vorgestellt: Fortschritte bei organische Halbleiter Chips

Entwicklung neuer Messmöglichkeiten für organische Halbleiter

Die innovativen Chips des Fraunhofer IPMS setzen neue Maßstäbe in der Charakterisierung organischer Materialien. Sie kommen vor allem bei der Analyse von elektroaktiven Stoffen wie organischen Leuchtdioden (OLEDs), organischen Solarzellen und organischen Feldeffekttransistoren (OFET) zum Einsatz. Zudem eignen sie sich für metalloxidbasierte Gassensoren. Durch die parallele Kontaktierung mehrerer Elektrodenpaare lässt sich die Effizienz der Messungen erheblich steigern.

Zusammenarbeit und kontinuierliche Weiterentwicklung

Das Fraunhofer IPMS hat im Rahmen von Projekten mit verschiedenen Partnern die Chips gezielt weiterentwickelt. Dabei wurden Elektrodengeometrien, Materialien sowie die Dicke und Zusammensetzung von Gateoxiden optimiert. Projektleiter Henry Niemann erklärt:

„Die Chips wurden kontinuierlich weiterentwickelt, etwa durch neue Elektrodengeometrien, unterschiedliche Elektrodenmaterialien sowie Anpassungen von Gateoxidmaterial und -dicke.“

Der neue Messadapter schließt eine bisherige Lücke, indem er die parallele Kontaktierung von bis zu acht Interdigitalelektroden ermöglicht und damit den Testprozess beschleunigt.

Präzise Messungen für Materialoptimierung

Die Geräte erlauben die genaue Bestimmung zentraler Kenngrößen wie Leitfähigkeit, Feldeffekt, Kontaktwiderstand und Ladungsträgerbeweglichkeit. Alexander Graf, Gruppenleiter am Fraunhofer IPMS, betont:

„Unsere maßgeschneiderten Chips ermöglichen es Materialforschern, zentrale Kenngrößen präzise zu messen und gezielt zu optimieren.“

Dies ist wichtig, um Materialien und Prozesse individuell auf industrielle Anforderungen zuzuschneiden und die Reproduzierbarkeit neuer Technologien zu gewährleisten.

Präsentation auf der Analytica 2026

Interessierte Fachbesucher können sich auf der Analytica 2026 am Fraunhofer-Stand A3 – #312 über die Chips und den Messadapter informieren. Dort werden konkrete Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt. Termine für individuelle Gespräche können über die Webseite des Fraunhofer IPMS vereinbart werden.

Bedeutung für die Materialforschung und Elektronikentwicklung

Die Entwicklung der organischen Halbleiter Chips durch das Fraunhofer IPMS in Dresden stellt einen wichtigen Fortschritt für die Materia­l­forschung dar. Die neue Technologie ermöglicht nicht nur präzise und schnelle Analysen, sondern unterstützt auch die rasche Weiterentwicklung flexibler elektronischer Bauteile. Für Anwender und Entwickler aus Industrie und Forschung lassen sich somit langlebigere, effizientere und anwendungsoptimierte Produkte realisieren. Künftige Termine und Informationen zur Technologie finden Interessierte auf der offiziellen Fraunhofer-IPMS-Webseite. Weitere Details zu Organischen Halbleitern bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF.

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