Gesundheitsminister Philippi warnt vor sinkenden Apothekenzahlen in Niedersachsen

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Niedersachsen. Die Zahl der Apotheken in Niedersachsen sinkt kontinuierlich. Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi fordert in diesem Zusammenhang eine rasche Erhöhung des Packungsfixums, um die wohnortnahe Versorgung sicherzustellen und die wirtschaftliche Lage der Apotheken zu verbessern. Die sinkenden Apothekenzahlen in Niedersachsen sind ein ernstzunehmendes Problem, das besonders den ländlichen Raum betrifft.

Apotheken in Sorge: sinkende Apothekenzahlen Niedersachsen

Rückgang der Apotheken in Niedersachsen und bundesweit

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) meldet für Ende 2025 bundesweit nur noch 16.601 Apotheken. Das entspricht einem Rückgang von 440 Apotheken innerhalb eines Jahres, also 2,6 Prozent weniger als Ende 2024. Insbesondere in Niedersachsen ist die Zahl der Apotheken rückläufig, was mehrere Ursachen hat.

Die Ursachen sind vielfältig. Steigende Betriebskosten, Inflation und unveränderte Abgabepreise für verschreibungspflichtige Medikamente setzen die Apotheken wirtschaftlich unter Druck. Besonders die inhabergeführten Apotheken haben Schwierigkeiten, wirtschaftlich stabil zu bleiben und geeignete Nachfolger zu finden.

Herausforderungen für Landapotheken

Im ländlichen Raum sind die Folgen des Apothekenrückgangs deutlich spürbar. Landapotheken übernehmen zusätzlich soziale Aufgaben, wie die Versorgung älterer und weniger mobiler Menschen mit Medikamenten per Lieferservice. Für diese Zusatzleistungen gibt es bislang keine finanzielle Kompensation. Gesundheitsminister Philippi betont, dass gerade in diesen Regionen eine Erhöhung des Packungsfixums von derzeit 8,35 Euro auf 9,50 Euro unabdingbar sei.

„Gerade im ländlichen Raum wird die Erhöhung des Fixums über die Frage des Fortbestehens der auskömmlichen Versorgung entscheiden“, sagte Philippi.

Die Bundesregierung wird aufgefordert, schnell eine Reform der Apothekenfinanzierung auf den Weg zu bringen, die auch Telepharmazie und zusätzliche Leistungen wie Impf- und Testangebote berücksichtigt.

Konsequenzen und Ausblick zur Situation der Apotheken

Sinkende apothekenzahlen niedersachsen betreffen die Gesundheitsversorgung vor Ort. Die wohnortnahe Arzneimittelversorgung ist eine wichtige Säule für Patienten, insbesondere in ländlichen Gebieten. Die wirtschaftlichen Herausforderungen der Apotheken können durch eine Anpassung der Vergütung und gezielte Reformen abgefedert werden.

Für die Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen bedeutet dies, dass bestehende Apotheken unterstützt werden müssen, um eine Schließungswelle zu verhindern. Gesundheitsminister Philippi mahnt weitere Schritte an, darunter:

  • Erhöhung des Packungsfixums auf 9,50 Euro,
  • Ausbau telepharmazeutischer Angebote,
  • Verbesserung von Impf- und Testangeboten in Apotheken,
  • Anpassung der Notdienstpauschale.

Die Entwicklungen bei den Apothekenzahlen sind auch für andere Bundesländer bedeutsam. Lesen Sie mehr zu regionalen Gesundheitsthemen auf regionalupdate.de und informieren Sie sich ergänzend bei der ABDA.

Sinkende apothekenzahlen niedersachsen stellen vor allem die Versorgung in ländlichen Gebieten vor große Herausforderungen. Die geplante Erhöhung des Packungsfixums sowie weitere Reformmaßnahmen sollen den Apotheken helfen, ihre wichtige Funktion für die Bevölkerung dauerhaft aufrechtzuerhalten. Regionale Entscheidungsträger und die Bundesregierung sind gefordert, zeitnah Maßnahmen umzusetzen, um die wohnortnahe Arzneimittelversorgung zu sichern. Für Niedersachsen bedeutet dies eine Chance, die Apothekenlandschaft trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten stabil zu erhalten.

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