Tegernsee. Das neue drohnenlagezentrum kritische infrastrukturen wurde am Tegernsee vom Sicherheitsunternehmen hensec in Betrieb genommen. Ziel ist eine dauerhafte und überregionale Überwachung des Luftraums zur frühzeitigen Erkennung von Drohnen, um Betreiber kritisch wichtiger Einrichtungen besser zu schützen.
Sicherheit durch Drohnenüberwachung
Das drohnenlagezentrum kritische infrastrukturen am Tegernsee überwacht den Luftraum rund um die Uhr. Im Falle potenziell bedrohlicher Drohnensichtungen werden umgehend zuständige Behörden, Leitstellen und Werkschutz informiert, um definierte Alarmketten auszulösen und somit die Sicherheit kritischer Infrastrukturen zu erhöhen.
hensec setzt dabei auf eine offene Datenstruktur, die die Integration bestehender Überwachungssysteme erlaubt und den standortunabhängigen Datenaustausch mit anderen Lagezentren ermöglicht. Somit können Drohnen an häufigen KRITIS-Standorten und Flughäfen bundesweit detektiert und überwacht werden. Zusätzlich ist das Zentrum für die aktive Steuerung eigener Drohnen im Krisenfall ausgestattet.
Technologische Unabhängigkeit und Resilienz
Ein besonderer Fokus liegt auf der technologischen Souveränität. Das Drohnenlagezentrum nutzt nach Unternehmensangaben ausschließlich Komponenten „made in Germany“ ohne Abhängigkeiten von außereuropäischen Anbietern. Dadurch wird eine höhere Sicherheit und Robustheit des Systems gewährleistet.
Redundante Hardware sowie Arbeitsplätze ohne Funktechnologien wie Wifi oder Bluetooth sollen Manipulationen und Störungen verhindern. Diese baulichen Merkmale unterstreichen die Resilienz gegenüber Angriffen und technischen Ausfällen.
Fokus auf Kritische Infrastrukturen (KRITIS)
Kritische Infrastrukturen umfassen unter anderem die Energie- und Wasserversorgung, Transport- und Verkehrssektor, Gesundheitswesen sowie Informations- und Telekommunikation. Ihre Funktionsfähigkeit ist für das gesellschaftliche Leben essenziell. Der Anschlag auf die Berliner Energieversorgung mit einem mehrtägigen Stromausfall macht die Verwundbarkeit solcher Einrichtungen deutlich.
Bislang gehören rund 2.000 Firmen diesem KRITIS-Kreis an. Durch das neue NIS2/KRITIS-Dachgesetz werden künftig etwa 30.000 Unternehmen verpflichtet, entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Das Drohnenlagezentrum richtet sich daher primär an Unternehmen in Bayern, die ihre Sicherheitslage verbessern wollen.
„Die Inbetriebnahme eines zivilen Drohnenlagezentrums war angesichts der akuten Drohnengefahr überfällig“, sagte Kevin Heneka, Inhaber von hensec. „Es ist eine wichtige Maßnahme zur Steigerung der Sicherheit, zur Stärkung der Resilienz kritischer Infrastrukturen und zum Schutz der Bevölkerung.“
- Überregionale Überwachung durch permanentes Monitoring
- Integration bereits vorhandener Systeme dank offener Datenstruktur
- Redundante und manipulationssichere Arbeitsplatztechnik
- Einsatz von deutscher Technologie ohne ausländische Abhängigkeiten
Betreiber kritischer Infrastrukturen und Behörden können sich per E-Mail an [email protected] wenden, um ihre Bedrohungslage einschätzen zu lassen. Weiterführende Informationen sind unter luftraumueberwachung.com verfügbar.
Zudem bietet regionalupdate.de weitere Nachrichten und Hintergrundberichte zu Sicherheitsmaßnahmen in Bayern und Deutschland an.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung und Ausblick für die Region Tegernsee und Bayern
Mit dem neuen Drohnenlagezentrum stärkt die Region Tegernsee ihre Rolle als Standort moderner Sicherheitsinfrastruktur. Für bayerische KRITIS-Betreiber bedeutet dies eine verbesserte Absicherung gegen Drohnenbedrohungen, die besonders durch zunehmende Technikverfügbarkeit und mögliche Angriffsvektoren an Bedeutung gewinnen.
Praktisch profitieren Unternehmen und Behörden von schneller Alarmierung, vernetztem Informationsaustausch und einer robusten, auf deutsche Technologie basierenden Überwachungslösung. Geplant ist, dass sich weitere Unternehmen aus verschiedenen Branchen dem Überwachungsnetz anschließen können, um die Sicherheitsstandards landesweit zu erhöhen. Ein Ausbau der Vernetzung mit den anderen deutschen Drohnenlagezentren ist vorgesehen.
Diese Entwicklung ist Teil eines umfassenden Trends zur Digitalisierung und Resilienzsteigerung kritischer Infrastrukturen, der auch durch bundesweite Gesetzgebungen gefördert wird. Bürgerinnen und Bürger können von stabileren Versorgungsleistungen und einem besseren Schutz vor neuen Bedrohungsformen profitieren.
Weitere Informationen zum Sicherheitsunternehmen hensec und seinen Angeboten gibt es auf der Unternehmenswebsite hensec.com.
Intern: www.regionalupdate.de
Extern: www.luftraumueberwachung.com/de

