Philippi begrüßt EU-Entscheidung zum Critical Medicines Act

Anzeige

Niedersachsen. Das Europäische Parlament hat seine Position zum Critical Medicines Act (CMA) beschlossen, einer Regelung zur Verbesserung der Versorgung mit essenziellen Arzneimitteln in der EU. Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi sieht darin einen wesentlichen Fortschritt für die Arzneimittelsicherheit in Deutschland und Europa.

Wichtiger Fortschritt EU: Der Critical Medicines Act stärkt die Arzneimittelversorgung

Der Critical Medicines Act wurde von der Europäischen Kommission vorgelegt, um die Versorgungssicherheit mit wichtigen Arzneimitteln zu erhöhen. Als Reaktion auf wiederkehrende Lieferengpässe und globale Abhängigkeiten verfolgt die EU mit dem Gesetz das Ziel, Produktionskapazitäten in Europa zu stärken und die Lieferketten widerstandsfähiger zu machen.

Ursachen für Lieferengpässe

Mehr als 50 Prozent der in der EU gemeldeten Engpässe bei Arzneimitteln resultieren laut Angaben aus der Herstellung. Die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten führt immer wieder zu Engpässen, die Patienten und Gesundheitssysteme belasten.

Ziele des Gesetzes

Der Critical Medicines Act soll sicherstellen, dass bei der Beschaffung kritischer Medikamente künftig nicht nur der niedrigste Preis zählt, sondern vor allem Aspekte der Versorgungssicherheit berücksichtigt werden. Damit soll eine nachhaltigere und strategisch ausgerichtete Arzneimittelstrategie in der EU etabliert werden.

„Die Bundesregierung muss sich in den jetzt startenden Trilog-Verhandlungen dafür einsetzen, dass die Kriterien verbindlich bleiben, um klare Rahmenbedingungen für eine stabilere Arzneimittelversorgung zu schaffen“, sagte Dr. Andreas Philippi.

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz und Niedersächsische Gesundheitsminister betont, dass das Europäische Parlament mit seiner Entscheidung einen wichtigen Impuls für die kommenden Verhandlungen und die Zukunft der Arzneimittelsicherheit gesetzt hat.

Bedeutung des Critical Medicines Act für Bürgerinnen und Bürger

Die neue Regelung ist für alle EU-Bürgerinnen und Bürger von Bedeutung, da sie eine stabilere Versorgung mit essenziellen Arzneimitteln gewährleisten soll. Dies könnte langfristig Lieferengpässe verringern und die Medikamentenversorgung sicherer machen.

Die weitere Entwicklung wird in den Trilog-Verhandlungen zwischen Europäischem Parlament, Rat und Kommission entschieden. Die Bundesregierung ist dabei gefordert, die verbindlichen Vorgaben zu unterstützen.

Weitere Informationen zum Thema Arzneimittelsicherheit und Gesundheitspolitik lesen Sie auf regionalupdate.de. Hintergrundinfos zur EU-Gesetzgebung bietet die offizielle Seite der Europäischen Kommission unter ec.europa.eu/health.

Abschluss

Mit dem Critical Medicines Act hat das Europäische Parlament einen bedeutenden Schritt unternommen, um die Arzneimittelsicherheit in Deutschland und der EU zu verbessern. Die gesetzgeberische Phase ist jedoch noch nicht abgeschlossen. In den kommenden Trilog-Verhandlungen wird entschieden, welche konkreten Maßnahmen zur Stärkung der Versorgungssicherheit verbindlich werden. Für die Bevölkerung bedeutet dies langfristig eine zuverlässigere Versorgung mit wichtigen Medikamenten, weniger Engpässe und eine Gesundheitsversorgung, die den Herausforderungen globaler Lieferketten besser gewachsen ist.

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel