Berlin. In Iran wächst die Protestbewegung gegen die religiöse Diktatur weiter. Beim bevorstehenden Iran Aufstand Freiheitsrally am 7. Februar am Berliner Brandenburger Tor wollen Unterstützerinnen und Unterstützer der Demokratieproteste in Iran ihre Solidarität zeigen und auf die Situation inhaftierter Demonstrierender aufmerksam machen.
Solidarisch für Freiheit
Die aktuellen Iran Aufstand Freiheitsrally vermittelt ein deutliches Zeichen der Unterstützung für die Menschen, die in Iran gegen die autoritäre Herrschaft auf die Straße gehen. Seit Wochen protestieren Männer, Frauen und Jugendliche landesweit gegen das religiöse Regime und fordern demokratische Reformen. Die Regierung reagiert mit harter Gewalt. Nach eigenen Angaben von Irans Oberstem Führer Ali Khamenei wurden Tausende Demonstrierende getötet, Zehntausende inhaftiert.
Ursachen des Aufstands
Der Widerstand richtet sich gegen die umfassende Kontrolle durch die religiösen Machthaber. Viele der Demonstrierenden verlangen eine säkulare, demokratische Republik anstelle der aktuellen Theokratie. Die Proteste sind geprägt von der Ablehnung sowohl der klerikalen Herrschaft als auch der monarchistischen Rückkehr, wie sie von ehemaligen Schah-Anhängern gefordert wird. Die Demonstrierenden rufen unter anderem Slogans wie „Dieses Jahr ist ein Jahr des Blutes; Seyyed Ali wird gestürzt“.
Repressionen des Regimes
Das Regime setzt die paramilitärischen Revolutionsgarden und Sicherheitskräfte ein, um die Proteste gewaltsam niederzuschlagen. Die Justiz beschleunigt Prozesse und vollstreckt Todesurteile, wie bei den Massakern der 1980er Jahre. Die offizielle Propaganda bezeichnet Demonstrierende als „Terroristen“ und „ausländische Agenten“, um die brutale Repression zu legitimieren.
„Das iranische Volk will nicht in die Vergangenheit zurück und nicht von einer Diktatur in die nächste gehen. Es will eine säkulare, demokratische Republik auf der Grundlage der Stimme des Volkes“, sagte Maryam Rajavi, Präsidentin der iranischen Hauptopposition.
Die Freiheitsrally in Berlin
Die für den 7. Februar angekündigte Kundgebung am Brandenburger Tor stellt eine Solidaritätsaktion der internationalen Gemeinschaft mit den Protestbewegungen in Iran dar. Sie soll zudem auf die Lage der politischen Gefangenen hinweisen, die oft ohne faire Verfahren in Haft sitzen. Veranstalter hoffen, damit den Druck auf das iranische Regime zu erhöhen.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Bedeutung und Ausblick
Für die hier lebende iranische Diaspora und demokratisch gesinnte Bürgerinnen und Bürger ist die Iran Aufstand Freiheitsrally eine Möglichkeit, öffentlich Solidarität zu zeigen. Die Kundgebung sorgt zudem für eine Wahrnehmung der aktuellen Menschenrechtslage in Iran in Deutschland. Organisiert wird die Veranstaltung von Gruppen wie der Unabhängigen Humanitären Hilfe e.V. und unterstützt von prominenten Persönlichkeiten wie dem ehemaligen Bundestagsmitglied Martin Patzelt.
Die Aktion am Brandenburger Tor ist ein Baustein in einer Reihe von Aktivitäten, die auf eine nachhaltige Aufmerksamkeit für die politischen Entwicklungen in Iran zielen. Termine, wie die Jahrestage politischer Ereignisse, werden dabei genutzt, um den internationalen Druck auf das Regime zu erhöhen und den Forderungen nach demokratischem Wandel Nachdruck zu verleihen.
Weitere Informationen zur Aktion und zur Menschenrechtslage in Iran finden Interessierte auf regionalupdate.de sowie auf offiziellen Seiten wie der Amnesty International Iran-Seite.