Oldenburg. Die Sanierung der Huntebrücke in Oldenburg wird zugunsten eines Neubaus zeitlich vorgezogen. Die Deutsche Bahn, die Stadt Oldenburg, die Wasserstraßenverwaltung und das Land Niedersachsen stimmen überein, den Ersatzneubau der Huntebrücke so schnell wie möglich zu planen und umzusetzen. Der Fokus liegt nun auf dem „Neubau Huntebrücke Oldenburg“.
Neubau der Huntebrücke: Planung wird beschleunigt
Standort und Bedeutung der Huntebrücke
Die Huntebrücke ist eine Eisenbahnklappbrücke über die Hunte im Stadtgebiet von Oldenburg. Täglich passieren über 100 Züge das Bauwerk, darunter etwa 90 Personenzüge und 30 Güterzüge. Die Brücke verbindet wichtige Strecken zwischen Bremen, Leer, Wilhelmshaven und Osnabrück und ist damit ein zentraler Knotenpunkt für Personen- und Güterverkehr im Nordwesten. Zusätzlich wird sie von Passanten genutzt.
Zustand und bisherige Maßnahmen
Bei einer Inspektion am 5. November 2025 wurde ein Materialschaden an der Brücke festgestellt, der vorübergehend die Zugfahrt auf einem Gleis einschränkte. Seit dem 9. Dezember 2025 ist sie wieder zweigleisig befahrbar. Allerdings ist die Klappfunktion der Brücke seit dem 22. Januar 2026 defekt, was den Schiffsverkehr behindert. Eine vollständige Sanierung galt bisher als notwendig, wird nun aber durch einen Neubau ersetzt.
Planungsbeschleunigung beim Neubau Huntebrücke Oldenburg
Gemeinsames Vorgehen der Beteiligten
Auf Einladung von Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne trafen sich Vertreter der Deutschen Bahn, der Stadt Oldenburg, der Wasserstraßenverwaltung, der Industrie- und Handelskammer sowie weiterer Akteure zu Abstimmungen. Man einigte sich darauf, die Planung und den Bau der neuen Huntebrücke vorzuziehen. Die Erneuerung der Pferdemarktbrücke, ebenfalls von der Deutschen Bahn geplant, soll erst nach dem Neubau der Huntebrücke erfolgen.
„Wir können bei der Eisenbahnbrücke in Oldenburg nicht warten, bis die alte Brücke ausgedient hat. Jetzt müssen die konkreten Planungen beginnen“, sagte Minister Tonne. „Angesichts der großen Bedeutung dieser Brücke müssen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, einen Neubau vorzuziehen.“
Finanzierung und weitere Schritte
Die Deutsche Bahn steht vor Investitionen in Höhe eines hohen dreistelligen Millionenbetrages für drei Maßnahmen in Oldenburg, darunter den Neubau der Huntebrücke. Ab 2027 soll eine neue Finanzierungsgrundlage zwischen Bund und Bahn für solche Investitionen gelten. Minister Tonne hat zudem angeregt, alle Beschleunigungsmöglichkeiten für dieses Projekt zu nutzen und die Verfahren eng abzustimmen.
„Nach den jüngsten Schäden haben wir umfangreiche Materialuntersuchungen durchgeführt, die eindeutig zeigen, dass ein Neubau schneller als bislang geplant erforderlich ist“, erklärte Ute Plambeck, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG.
Weitere Schritte zur Verkehrssicherung und Infrastrukturentwicklung
Parallel zum geplanten Neubau wird die Sanierung der bestehenden Huntebrücke als Übergangslösung fortgesetzt, um die Stabilität während der Bauzeit sicherzustellen. Die Baustelle und der Ausbau der Schieneninfrastruktur werden allerdings in den kommenden Jahren weitere Koordinationsaufwände und Verkehrseinschränkungen mit sich bringen.
Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann begrüßte den Beschluss und die beschleunigten Planungen:
„Ich danke der DB dafür, dass sie den von uns schon lange geforderten Neubau akzeptiert und die Planung für ein festes Brückenbauwerk in neuer Lage aufnimmt. Das sind sehr gute Ergebnisse für den gesamten Nordwesten.“
Weiterführende Informationen zum Schienenverkehr und Infrastrukturprojekte in Niedersachsen sind auf der Webseite des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Bauen verfügbar. Details zur Bahn-Infrastruktur bietet die Deutsche Bahn.
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Ausblick auf den Neubau der Huntebrücke Oldenburg
Die Planung für den Neubau der Huntebrücke im Stadtgebiet Oldenburg wird nun mit hoher Priorität vorangetrieben. Die beteiligten Akteure streben an, das Brückenbauwerk zügig zu erneuern, um sowohl den Personen- als auch den Güterverkehr langfristig zu sichern. Im Zuge dessen wird auch die bestehende Infrastruktur, inklusive der Pferdemarktbrücke und des Stellwerks, erneuert. Der genaue Zeitplan und weitere Details der Umsetzung stehen in den kommenden Monaten an.

