Berlin. Zum zweiten Mal zeichnet die gemeinnützige Organisation Queermentor im Rahmen der Queermentor Role Model Awards 2026 insgesamt 25 queere Menschen und Allies aus, die sich für LGBTQIA+ Inklusion und Chancengerechtigkeit einsetzen. Die feierliche Preisverleihung fand unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Bärbel Bas in Berlin statt.
Vielfalt feiern jetzt – Queermentor Role Model Awards 2026 in Berlin
Die Queermentor Role Model Awards 2026 würdigen Vorbilder, die durch ihr Engagement Vielfalt sichtbar machen und die Inklusion von queeren Personen in Arbeitswelt und Gesellschaft fördern. Die Veranstaltung versammelte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und queeren Netzwerken. Durch den Abend führte die Drag-Künstlerin Rachel Intervention.
Schirmherrin Bärbel Bas zur Bedeutung der Awards
Zu Beginn richtete die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas, eine Grußbotschaft an die Gäste. Sie betonte die Bedeutung von Sichtbarkeit und Engagement in Zeiten gesellschaftlicher Rückschritte, vor allem für trans* und non-binäre Personen.
„Der gesellschaftliche Fortschritt hat einen schweren Stand in diesen Tagen. … Deshalb ist Ihre Arbeit so wichtig. Sie sorgen für queere Sichtbarkeit und setzen somit auch ein Zeichen für unsere Demokratie.“
Laudatorin Sophie Koch über Role Models und gesellschaftlichen Wandel
Sophie Koch, Queerbeauftragte der Bundesregierung und Mitglied der Jury, hob hervor, dass Role Models Räume öffnen und Verantwortung übernehmen. Ihre Sichtbarkeit fördere strukturelle Veränderungen in der Gesellschaft und am Arbeitsplatz.
„Queere Sichtbarkeit entsteht nicht von selbst. Sie entsteht, weil Menschen Verantwortung übernehmen, sich einmischen und Räume öffnen – in der Arbeitswelt genauso wie in der Zivilgesellschaft.“
Die ausgezeichneten Role Models – Engagement aus verschiedenen Bereichen
Unter den 25 Preisträgerinnen und Preisträgern befinden sich bekannte Persönlichkeiten wie Riccardo Simonetti, Armin Morbach, Julia Monro und Fabian Grischkat. Sie setzen sich in ihren Berufen und ehrenamtlich für queere Sichtbarkeit und Akzeptanz ein.
Statements der Preisträger
Riccardo Simonetti, Entertainer und Aktivist, bezeichnete die Auszeichnung als Anerkennung des gemeinsamen Ziels von Chancengerechtigkeit und Sichtbarkeit. Armin Morbach, Fotograf und Gründer von TUSH MAGAZINE, betonte die Bedeutung von Sichtbarkeit als Grundlage für Zugehörigkeit in der Gesellschaft.
„Ein Role Model ist keine perfekte Person, sondern eine, die sichtbar bleibt, wenn es unbequem wird, und anderen damit den Mut gibt, sie selbst zu sein.“
Die Jury und der Auswahlprozess
Eine unabhängige Jury mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und queeren Organisationen entschied über die Auszeichnungen. Alle Preisträger*innen sind zudem für das europäische EPBN Role Models Programm nominiert, das sich für positive Vorbilder in Europa einsetzt.
- Stuart Cameron, CEO UHLALA Group
- Michaela Jaap, Charta der Vielfalt e. V.
- Sophie Koch, Queerbeauftragte der Bundesregierung
- und weitere Experten aus diversen Organisationen
Beispielhafte Namen und Zugehörigkeiten sind hier nur einige Auszüge.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionales Fazit: Queermentor Role Model Awards stärken Vielfalt und Sichtbarkeit vor Ort
Die Rolle der Queermentor Role Model Awards geht über die Hauptstadt Berlin hinaus. Auch in der Rhein-Neckar-Region wirken durch Partner wie das Queere Business Netzwerk Rhein-Neckar Menschen, die sich in Unternehmen und Initiativen für eine vielfältige und inklusive Arbeitswelt einsetzen.
Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass Sichtbarkeit und Akzeptanz von LGBTQIA+ Themen zunehmend gefördert werden. Damit einher gehen bessere Chancen für queere Menschen im Beruf und im gesellschaftlichen Leben. Queermentor unterstützt zudem Mentoring-Angebote, die regional genutzt werden können, um individuelle Karrieren zu fördern und Diskriminierung abzubauen.
Die nächste Ausschreibung für die Queermentor Role Model Awards ist öffentlich und wird voraussichtlich auch 2027 wieder motivierte Bewerberinnen und Bewerber aus ganz Deutschland ansprechen. Weitere Informationen sind unter queermentor.org verfügbar.
Einen Einblick in die Arbeit von Queermentor und die nationalen Perspektiven zur LGBTQIA+ Inklusion bietet auch die Webseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales: bmas.de.
Ein ausführliches Porträt und weitere regionale Nachrichten finden Sie auf regionalupdate.de.

