Berlin. Der Bundestag hat das KRITIS-Dachgesetz verabschiedet, das die Resilienz kritischer Infrastrukturen stärken soll. Die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, Kerstin Andreae, betont dabei die Bedeutung von Tempo, klaren Zuständigkeiten und Augenmaß bei der Umsetzung des Gesetzes zur Resilienz und Sicherheit im Energiesektor. Die Fokus-Keyphrase KRITIS Dachgesetz Resilienz spielt dabei eine zentrale Rolle.
Resilienz jetzt stärken: Ziele und Herausforderungen des KRITIS-Dachgesetzes
Das KRITIS-Dachgesetz zielt darauf ab, die Resilienz kritischer Infrastrukturen in Deutschland zu verbessern. Dabei ist eine schnelle und effektive Umsetzung entscheidend, um betroffene Sektoren wie die Energieversorgung besser vor Bedrohungen zu schützen. Eine nationale Risikoanalyse soll die Grundlage für realistische Bewertungen von Gefahren und geeignete Schutzmaßnahmen bieten.
Konsequente Umsetzung und klare Vorgaben
Für den Energiesektor fordert Kerstin Andreae die zügige Veröffentlichung der nationalen Risikoanalyse, um eine praxisnahe Risikoidentifikation und Schutzmaßnahmen zu ermöglichen. Einheitliche, umsetzbare und bürokratiearme Vorgaben sind notwendig, um Doppelregulierung zu vermeiden. So sollen Ressourcen geschützt werden, die für die operative Sicherheit gebraucht werden.
Vermeidung von Doppelregulierung und klare Zuständigkeiten
Insbesondere verweist Andreae auf die Verzahnung mit der NIS-2-Verordnung, um widersprüchliche Anforderungen zu verhindern. Ein gemeinsamer Resilienz- und Sicherheitskatalog der Bundesnetzagentur wird als ein zielführender Weg gesehen, solange deren Festlegungskompetenz im Energiesektor klar definiert ist.
„Resilienz entsteht nicht durch Ankündigungen, sondern durch klare Zuständigkeiten, Tempo und praktikable Regeln“, sagte Kerstin Andreae.
Zudem wird die dringende Notwendigkeit betont, tragfähige Lösungen für die Drohnenabwehr sowie deren Finanzierung zu entwickeln, um neue Sicherheitsrisiken adressieren zu können.
Nächste Schritte und Ausblick auf die Umsetzung
Derzeit wird erwartet, dass die nationale Risikoanalyse baldmöglichst veröffentlicht wird. Betreiber kritischer Infrastrukturen im Energiesektor benötigen diese Analyse als Grundlage, um geeignete Schutzmaßnahmen umzusetzen. Zudem steht die weitere Konkretisierung der Zuständigkeiten der Bundesnetzagentur im Fokus, um die Umsetzung des KRITIS-Dachgesetzes zu erleichtern.
Die Kosten für die Maßnahmen sollen gerecht zwischen Staat und Wirtschaft verteilt werden, um die notwendige Resilienz dauerhaft zu gewährleisten. Informationen zu weiteren Entwicklungen veröffentlicht der BDEW regelmäßig.
Weitere Details zum Thema kritische Infrastrukturen und Resilienz finden Sie auf regionalupdate.de. Weitere offizielle Informationen bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unter bmwk.de.
Abschluss
Die Stärkung der Resilienz kritischer Infrastrukturen steht mit dem KRITIS-Dachgesetz vor einem entscheidenden Schritt. Die bevorstehenden Herausforderungen liegen in der schnellen Veröffentlichung von Risikoanalysen, der klaren Festlegung von Zuständigkeiten sowie der Vermeidung von Doppelregulierung. Die kommenden Monate werden zeigen, wie effektiv diese Maßnahmen umgesetzt werden und welche Fortschritte im Schutz insbesondere des Energiesektors erreicht werden können.
