Nach den deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen in Berlin sprach ZDF-Moderatorin Maybrit Illner exklusiv mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Das Interview beleuchtet die wichtigen Beziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine sowie die abnehmende US-Engagement in der Region.
Deutschland als strategischer Partner
Im Rahmen eines über 30-minütigen Interviews mit ZDF-Moderatorin Maybrit Illner kam der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu dem Schluss, dass Deutschland der größte strategische Partner der Ukraine sei. Auf die Frage, ob dieser Partner wichtiger sei als die USA, stellte er klar: „Um ehrlich zu sein, macht Deutschland tatsächlich mehr als alle anderen.“
US-Engagement sinkt
Selenskyj kritisierte außerdem, dass die Aufmerksamkeit der USA, insbesondere angesichts des Iran-Kriegs, abnimmt. Im Gespräch äußerte er sich über die beiden US-Verhandler Jared Kushner und Steve Witkoff, die derzeit stark mit Iran beschäftigt seien und nicht genug Zeit für die Ukraine hätten.
Forderungen an die Ukraine
Während seines Besuchs in Berlin traf sich Selenskyj auch mit Bundeskanzler Friedrich Merz. Dieser sprach die Notwendigkeit an, dass die Ukraine ihrer Verantwortung nachkommen müsse, um wehrfähige Männer im Land zu halten. Selenskyj erwiderte: „Ich kann den Menschen nicht verbieten, sich freiwillig zu bewegen.“ Er zeigte Verständnis für die Herausforderungen, mit denen Deutschland konfrontiert ist, und äußerte den Wunsch, dass ukrainische Männer in ihr Heimatland zurückkehren.
Teile des Interviews werden in den aktuellen Nachrichtensendungen sowie am Donnerstag, den 16. April 2026, um 22.15 Uhr im ZDF-Polittalk „maybrit illner“ ausgestrahlt.
