Berlin. Die US-Regierung unter Donald Trump verschärft mit neuen Sanktionen gegen Kuba den wirtschaftlichen Druck auf die Karibikinsel. Trumps Angriff Kuba zielt insbesondere auf eine Ölblockade durch Drittstaaten ab, die das sozialistische Land weiter isolieren und wirtschaftlich erdrosseln soll.
Trumps Kuba Politik
Die Trump-Administration hat ein Dekret unterzeichnet, das Strafzölle gegen Länder vorsieht, die Öl an Kuba liefern. Ziel ist es, die Ölversorgung Kubas drastisch einzuschränken und so einen Systemwechsel zu erzwingen. Bereits seit einem Jahr liefern Venezuela, ehemals ein Hauptlieferant von rund einem Drittel des kubanischen Öls, keine Rohstoffe mehr an Kuba. Mexikos staatliches Ölunternehmen PEMEX hat angekündigt, ebenfalls seine Lieferungen einzustellen.
Ölversorgung Kubas im Zeichen der Sanktionen
Kubas Gesamtbedarf an Öl wird auf 60.000 bis 80.000 Barrel pro Tag geschätzt. Mit dem Wegfall von Venezuela und Mexiko, die zuvor zusammen den Großteil der Importe sicherten, steht die Insel vor erheblichen Versorgungsengpässen. Die reduzierte Ölversorgung hat bereits zu häufigen Stromausfällen geführt, da der Treibstoff für Stromerzeugung, Landwirtschaft und Transport fehlt.
„Bis zum letzten Tropfen Blut“ werde Kuba sich verteidigen, kündigte Präsident Miguel Díaz-Canel als Antwort auf den Druck der USA an.
Auswirkungen für die Bevölkerung
Die verschärften Sanktionen dürften die wirtschaftlichen und sozialen Probleme auf Kuba weiter verschärfen. Die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern und Energiequellen ist bedroht, was das tägliche Leben der rund 10 Millionen Einwohner belastet. Die politischen Spannungen steigen, während die US-Regierung auf einen raschen Regierungswechsel auf der Insel hofft.
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Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regional und praktisch: Kubas Lage im Kontext
Für die Region Karibik sind die Entwicklungen in Kuba von großer Bedeutung. Die Ölblockade erhöht die Spannungen in einem ohnehin politisch instabilen Umfeld. Kubas wirtschaftliche Krise kann Auswirkungen auf Handel und Migration in angrenzenden Staaten haben. Für Bürgerinnen und Bürger in der Region bedeutet dies eine ungewisse Zukunft hinsichtlich der Versorgungssicherheit und politischer Stabilität.
Geplante Schritte umfassen laut offiziellen kubanischen Äußerungen den Widerstand gegen die Sanktionen und die Suche nach alternativen Lieferquellen. Ob und wie sich die Lage auf Dauer ändert, bleibt allerdings offen.
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