Nach deutlichen Anstiegen in den Vorjahren erwartet Coface in den großen Industrienationen einen moderaten Anstieg der Unternehmensinsolvenzen um 2,8 Prozent, für Deutschland ein Plus von 1 Prozent. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/51597 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Globale Insolvenzen 2026 mit leichter Stabilisierung

Mainz. Die globalen Insolvenzen 2026 bleiben auf hohem Niveau, zeigen jedoch erste Anzeichen einer leichten Stabilisierung. Laut der aktuellen Prognose des Kreditversicherers Coface wird für Deutschland ein moderater Anstieg um 1 Prozent erwartet, während in den großen Industrienationen der Anstieg etwa 2,8 Prozent beträgt.

Insolvenzen stabilisieren sich: Entwicklungen in Deutschland und weltweit

Die Prognose zu den globalen Insolvenzen 2026 weist auf eine leichte Beruhigung im Vergleich zu den deutlich höheren Zahlen der Vorjahre hin. Dabei spielt vor allem das Zinsumfeld eine entscheidende Rolle. Eine kleine Zinserhöhung um 25 Basispunkte könnte die positive Entwicklung schnell wieder umkehren und zu einem erneuten deutlichen Anstieg der Insolvenzen führen.

Regionale Unterschiede in Europa

Für Deutschland wird ein moderater Anstieg der Insolvenzen um rund 1 Prozent prognostiziert. Faktoren wie Steuerentlastungen, öffentliche Investitionen und rückläufige Energiekosten tragen trotz anhaltender Herausforderungen im Baugewerbe und Industriesektor zur Stabilisierung bei. Frankreich und das Vereinigte Königreich rechnen mit einem plus von jeweils 2 Prozent bei den Insolvenzen, während Spanien aufgrund einer robusteren Konjunktur mit einem Rückgang von 3 Prozent rechnet. Die Niederlande sehen nach einem starken Rückgang im Jahr 2025 wieder einen Anstieg von 4 Prozent.

Entwicklungen in Nordamerika und Asien-Pazifik

In Nordamerika zeigt sich ein differenziertes Bild: Die USA erwarten einen Anstieg der Insolvenzen um 4 Prozent, bedingt durch politische Maßnahmen und Wachstumsprobleme. Kanada hingegen geht von einem Rückgang um 5 Prozent aus. Im asiatisch-pazifischen Raum wird für Japan ein deutlicher Anstieg von 7 Prozent erwartet, während Australien mit einem nahezu stabilen Wert von plus 0,5 Prozent rechnet.

„Der Verlauf des Insolvenzgeschehens hängt 2026 also weniger vom Wachstum ab als vom Tempo der geldpolitischen Anpassungen und damit vom Preis der Finanzierung, der zum entscheidenden Risikofaktor wird“, sagte Markus Kuger, Volkswirt bei Coface.

  • Branchen wie Baugewerbe, Chemie und Textil gelten als besonders anfällig bei steigenden Zinsen.
  • Traditionell robuste Sektoren wie Pharma und IT spüren zunehmenden Margendruck.
  • Das Zinsniveau bleibt jedoch über dem Vorkrisenniveau, was die wirtschaftliche Situation belastet.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Perspektive und Bedeutung für Bürgerinnen und Bürger

In Deutschland bedeutet die leicht steigende Insolvenzzahl eine vorsichtige Entwicklung, die durch politische Maßnahmen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen beeinflusst wird. Für Unternehmen und Arbeitnehmer bleibt die Entwicklung der Finanzierungskosten zentral. Sinkende Energiekosten und Investitionen könnten unterstützend wirken, während strukturelle Herausforderungen insbesondere in energie- und kapitalintensiven Branchen weiter bestehen.

Zukünftige geldpolitische Entscheidungen, insbesondere in Bezug auf die Zinshöhe, werden entscheidend sein, um die Stabilisierung der Unternehmensinsolvenzen zu erhalten oder zu gefährden. Für Bürgerinnen und Bürger ist dies von Bedeutung, da Insolvenzen auch Auswirkungen auf Beschäftigung und lokale Wirtschaftskraft haben können.

Weitere Informationen zur Insolvenzentwicklung bietet die detaillierte Analyse auf der Webseite von Coface. Ausführliche regionale Berichte und Hintergründe zu wirtschaftlichen Trends finden Sie zudem auf regionalupdate.de.

Weitere Informationen zu wirtschaftlichen Entwicklungen und Insolvenzen finden Sie beim Statistischen Bundesamt.

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