Bildmaterial zeigt schwere Tierquälerei bei Dithmarscher-Geflügel

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Potsdam. Die Tierrechtsorganisation ANINOVA hat eine umfassende Auswertung von Videomaterial aus dem Dithmarscher Geflügelschlachthof in Seddiner See abgeschlossen. Die Analyse bestätigt zahlreiche Fälle von tierquaelerei dithmarscher schlachthof mit strafrechtlicher Relevanz.

Tierquälerei aufgedeckt

Die Untersuchung umfasst insgesamt 1.455 Stunden Videoaufnahmen, von denen rund 215 Stunden tierschutzkritische Situationen zeigen. Die dokumentierten Verstöße reichen von groben physischen Übergriffen auf Gänse und Enten bis hin zu unangemessenen Umgangsformen während Verladung, Aufhängung und Entblutung. So wurden Tiere beispielsweise an Hälsen und Köpfen gepackt, aus Transportboxen gerissen, geschlagen, gewürgt oder in Transportboxen geworfen.

Umfang und Art der Verstöße

ANINOVA identifizierte 83 Fälle, in denen Tiere mittel bis schwer verletzt wurden oder länger anhaltende Schmerzen erleiden mussten. Diese Fälle entsprechen nach fachlicher Bewertung dem Tatbestand der Tierquälerei und sind daher strafrechtlich relevant. Das Material wurde vollständig an die Staatsanwaltschaft Potsdam und das Veterinäramt Potsdam-Mittelmark übergeben.

„Wir erwarten, dass die Staatsanwaltschaft nun konsequent ermittelt und es zu Anklagen und Verurteilungen kommt. Tierquälerei darf nicht folgenlos bleiben“, sagte Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA.

Reaktionen des Schlachthofs und der Branche

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe haben mehrere Supermarktketten wie REWE, EDEKA, Kaufland und die Bünting-Gruppe die Belieferung mit Produkten des Schlachthofs ausgesetzt. Zudem entzog der Bundesverband Tierschutz e. V. dem Betrieb die Zertifizierung für Freilandhaltung und verbot ausdrücklich damit zu werben. Als Reaktion auf die Veröffentlichung versuchte der Schlachthofbetreiber juristisch gegen ANINOVA vorzugehen; die Organisation verweigerte die Löschung des Materials und stellte es den Behörden zur Verfügung.

Arbeitsrechtlich wurden nur begrenzte Maßnahmen ergriffen: Eine Person wurde entlassen, eine weitere verwarnt und vom Kontakt mit Tieren ausgeschlossen. ANINOVA kritisiert diese Reaktionen als unzureichend und weist darauf hin, dass mindestens drei Mitarbeitende für tierschutzwidriges Verhalten verantwortlich sind – entgegen der Darstellung des Betreibers, der dies auf zwei Personen beschränkt.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Konsequenzen der Tierquälerei für die Region Potsdam

Die Enthüllungen um die tierquaelerei dithmarscher schlachthof haben weitreichende Auswirkungen auf den Landkreis Potsdam-Mittelmark und die gesamte Region. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet dies erhöhte Sensibilität bei der Auswahl von Geflügelprodukten sowie eine verstärkte Nachfrage nach transparenten und tierschutzkonformen Herstellungsprozessen. Die veränderte Belieferungssituation könnte sich zudem auf die Verfügbarkeit bestimmter Produkte in lokalen Supermärkten auswirken.

Die zuständigen Behörden werden nun Untersuchungen durchführen, deren Ergebnisse für mögliche Strafverfahren von Bedeutung sind. Verbraucherinnen und Verbraucher können sich auf den Seiten von ANINOVA und offiziellen Stellen über den aktuellen Stand informieren.

Weitere Informationen zur Thematik und Hintergründe bietet die Tierrechtsorganisation ANINOVA auf ihrer Webseite ANINOVA – Tierquälerei in Geflügelschlachthof. Hier finden sich auch die veröffentlichten Videodokumente und umfangreiche Auswertungen. Einen ergänzenden Überblick zu tierschutzrechtlichen Vorgaben in Deutschland gibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unter bmel.de.

Für weiterführende Berichte zu regionalen Meldungen besuchen Sie regionalupdate.de.


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