Solides Baujahr 2025 im Bauhauptgewerbe

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Berlin. Das Bauhauptgewerbe Umsatz 2025 zeigt eine solide Entwicklung mit einem nominalen Plus von 5,3 Prozent und einem realen Wachstum von rund 2,5 Prozent. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahr um etwa sieben Prozent.

Starke Bauwirtschaft wächst

Im Jahr 2025 erzielten alle Betriebe des Bauhauptgewerbes, einschließlich kleiner Betriebe mit weniger als 20 Beschäftigten, einen Gesamtumsatz von rund 172 Milliarden Euro. Das reale Umsatzwachstum von 2,5 Prozent unterstreicht die Bedeutung der Baubranche als Stabilitätsfaktor innerhalb der deutschen Wirtschaft. Besonders die Tiefbausparten verzeichneten deutliche Zuwächse, während der Hochbau insgesamt noch mit Herausforderungen konfrontiert blieb.

Wachstumstreiber Tiefbau

Im Tiefbau legte der Umsatz um elf Prozent nominal zu, was einem realen Plus von neun Prozent entspricht. Dies war vor allem auf Großprojekte zum Umbau der Energieinfrastruktur, die Sanierung von Schienenwegen, den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs sowie Breitbandmaßnahmen zurückzuführen.

Herausforderungen im Straßenbau

Der Straßenbau entwickelte sich dagegen enttäuschend. Die späte Verabschiedung des Bundeshaushalts und die Umverteilung von Mitteln ins Sondervermögen führten dazu, dass die Orderzahlen bis zum vierten Quartal deutlich unter dem Vorjahresniveau lagen.

Entwicklung im Hochbau

Der Wohnungsbau blieb 2025 das Sorgenkind der Branche. Aufgrund des über drei Jahre andauernden Rückgangs bei Baugenehmigungen sank der reale Umsatz in diesem Segment um etwa zwei Prozent. Auch der Wirtschaftshochbau verbuchte ein nominales Umsatzwachstum von knapp zwei Prozent, real allerdings einen Rückgang um etwa ein Prozent. Impulse kamen hier vor allem vom Bau neuer Rechenzentren. Die schwache Konjunktur in Schlüsselindustrien wie dem Maschinenbau und der Automobilindustrie bremste hingegen Investitionen.

Beschäftigte und Auszubildende

Die Beschäftigtenzahl im Bauhauptgewerbe stieg von circa 916.300 im Jahr 2024 auf etwa 923.000 im Jahr 2025. Auch die Zahl der Auszubildenden nahm erfreulicherweise weiter zu. Diese Entwicklung ist eng mit der verstärkten Nachfrage im Tiefbau verbunden.

Beispiel:

„Das Bauhauptgewerbe hat ein insgesamt solides Jahr hinter sich … Unsere Betriebe stehen dafür bereit“, sagte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe.

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Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Ausbauchancen und Ausblick auf 2026

Für das Jahr 2026 erwartet der Zentralverband Deutsches Baugewerbe ein reales Umsatzwachstum von erneut etwa 2,5 Prozent. Als Wachstumstreiber gilt insbesondere der Tiefbau, der durch zusätzliche Mittel aus dem Sondervermögen gestärkt wird. Im Wohnungsbau zeichnen sich erste Erholungstendenzen ab, jedoch reichen diese noch nicht aus, um den Bedarf von rund 300.000 neuen Wohnungen jährlich zu decken. Eine angestrebte Senkung der Sonderabschreibung auf den EH-55-Standard könnte hier unterstützend wirken. Insgesamt zeigt sich die Bauwirtschaft in Deutschland gut aufgestellt, um den Herausforderungen von Wohnungsbau, Infrastruktur und Energiewende zu begegnen.

Weitere Informationen zur wirtschaftlichen Entwicklung im Bauhauptgewerbe bietet das Statistische Bundesamt unter destatis.de.


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