Lahr. Mercedes startet den verpflichtenden Batterie Tausch bei den EQA- und EQB-Modellen wegen Brandgefahr durch Hochvolt-Batterien. Der Rückruf wird vom Kraftfahrt-Bundesamt überwacht und betrifft deutschlandweit rund 4.677 Fahrzeuge.
Jetzt Batterie tauschen: Mercedes reagiert auf Brandrisiko bei EQA und EQB
Mercedes hat sich nach längerem Abwarten entschieden, die Hochvoltbatterien bei den Modellen EQA 250+ und EQB 250+ auszutauschen. Zuvor erfolgte eine Risikominderung durch Softwareupdates und Ladebegrenzungen. Ziel des neuen Schritts ist es, die Brandgefahr an der technischen Ursache zu beheben und gleichzeitig Einschränkungen bei Reichweite und Ladeleistung aufzuheben.
Rückrufaktion und Betroffene Modelle
Der KBA-Pflichtrückruf mit der Referenznummer 16136R umfasst Mercedes-Benz EQA und EQB, hergestellt im Zeitraum vom 20. Februar 2021 bis 30. Juli 2024. Weltweit sind etwa 51.729 Fahrzeuge betroffen, davon 4.677 in Deutschland. Grund für den Rückruf ist ein Kurzschlussrisiko in der Hochvoltbatterie, das im schlimmsten Fall zu einem Brand führen kann. Bis zum Batterietausch wird empfohlen, die Batterie nicht über 80 % zu laden und das Fahrzeug ausschließlich im Freien zu parken.
Entwicklung der Maßnahmen von Software-Update bis Batterieaustausch
Bereits am 13. Februar 2025 wurde ein Rückruf wegen Brandgefahr ausgelöst. Im Dezember 2025 folgte ein weiterer Werkstattaufruf zur Nachinstallation eines Softwareupdates, das die Hochvoltbatterie schützen soll. Diese Maßnahmen reduzierten das Risiko jedoch nur, ohne den Mangel an der Hardware zu beseitigen. Die jetzige Austauschaktion ist der erste Schritt, die Ursache direkt zu adressieren.
„Der Batterietausch zeigt, dass die bisherigen Softwaremaßnahmen den Mangel nicht vollständig beseitigen konnten“, sagte ein Vertreter der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer.
Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer, mit Sitz in Lahr, berät betroffene Fahrer und prüft rechtliche Ansprüche aufgrund der bisher erfolgten Einschränkungen und des Wertverlustes der Fahrzeuge.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Rechtliche Bewertung und Konsequenzen des Mercedes Batterie Tausch
Der Batterietausch stellt für betroffene Halter eine wichtige Maßnahme dar, um die Sicherheit der Fahrzeuge wiederherzustellen. Gleichzeitig ergeben sich daraus Fragen zu möglichen Sachmängeln und entgangenen Vorteilen durch frühere Softwarebeschränkungen.
Rechtliche Ansprüche für Betroffene
Dr. Stoll & Sauer weist darauf hin, dass einzelne Fahrzeughalter unter Umständen folgende Rechte geltend machen können:
- Nachbesserung, falls Mangelbeseitigung unvollständig blieb oder Nachteile entstanden
- Minderung des Kaufpreises wegen Wertverlust
- Rückabwicklung des Kaufvertrags, je nach Vertragsverlauf
- Schadensersatz bei erheblichen Folgeschäden
Ob und welche Ansprüche durchsetzbar sind, hängt vom individuellen Kaufdatum, Vertragsdetails wie Kauf oder Leasing sowie Verjährungsfristen ab. Eine kostenlose Ersteinschätzung ist über den E-Mobilitäts-Online-Check der Kanzlei erhältlich.
Kanzlei Dr. Stoll & Sauer bei weiteren E-Mobilitätsfällen aktiv
Neben Mercedes betreut Dr. Stoll & Sauer auch Verfahren gegen andere Hersteller wie Porsche, Ford und Opel, wenn Batterieprobleme oder Rückrufe Sicherheitsrisiken oder spürbare Einschränkungen für Kunden mit sich bringen.
Mehr Informationen zum Rückruf und zur rechtlichen Bewertung bietet die Kanzlei online auf regionalupdate.de und über den E-Mobilitäts-Online-Check von Dr. Stoll & Sauer.
Der Austausch der Hochvoltbatterie bei Mercedes EQA und EQB ist ein entscheidender Schritt, um das Brandrisiko dauerhaft zu beseitigen. Für betroffene Fahrzeughalter bietet sich nun die Möglichkeit, ihre Rechte prüfen zu lassen und etwaige Folgen der bisherigen Einschränkungen juristisch zu klären.
Weiterführende Informationen zum Rückruf und Verbraucherrechten finden Sie bei regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Seite des Kraftfahrt-Bundesamts KBA Rückrufdatenbank.
