Ruhr Wasserwirtschafts Gesellschaft mbH

Mehr Raubfische im Aasee in Münster

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Münster. Die Zahl der Raubfische im Aasee hat weiter zugenommen, wie die Fischbestandsuntersuchung 2025 zeigt. Die Fachleute der Ruhr-Wasserwirtschafts-Gesellschaft mbH wiesen neben vielen jungen Zandern erstmals auch Rapfen nach, was die Entwicklung des Bestands an Raubfischen Aasee Münster unterstreicht.

Raubfische im Aufwind

Die Fischbestandsuntersuchung im Oktober 2025 umfasste über 3.000 Fische aus 14 Arten. Die meisten waren Friedfische wie Brasse, Rotauge und Güster, die zusammen rund 73 Prozent des Bestands ausmachen. Raubfische machten zwölf Prozent der Gesamtbiomasse aus. Unter den Raubfischen dominierte der Flussbarsch mit 3,9 Prozent, gefolgt von Zander mit 2,5 Prozent und Hechten mit 1,7 Prozent. Erstmals wurde bei der Untersuchung auch der Rapfen festgestellt, der 0,8 Prozent des Bestandes ausmacht.

Aufbau des Raubfischbestands dauert länger

Julian Petrina vom Amt für Mobilität und Tiefbau weist darauf hin, dass sich der Raubfischbestand noch im Aufbau befindet und ältere Tiere bisher selten sind. Erfahrungen von anderen Gewässern zeigen, dass sich ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Raub- und Friedfischen erst über mehrere Jahre einstellt. Die vielen jungen Zander gelten als Erfolg der bisherigen Maßnahmen.

Städtische Maßnahmen zur Förderung der Raubfische

Die Stadt Münster unterstützt die natürliche Vermehrung der Raubfische durch verschiedene Maßnahmen. Dazu gehören das Ausbringen von Laichnestern, schwimmende Pflanzenzonen und ökologisch verbesserte Uferbereiche, die Rückzugs- und Laichorte schaffen. Seit 2021 wurden rund 14,6 Tonnen Friedfische entnommen, und der Verein für Fischerei und Gewässerschutz „Frühauf“ hat seit 2019 über 41.000 Zander und etwa 600.000 Hechtbrutlinge in den See eingesetzt.

„Der Bestand an Raubfischen befindet sich noch im Aufbau, deshalb gibt es bislang nur wenige ältere Tiere“, sagte Julian Petrina vom Amt für Mobilität und Tiefbau.

Nächste Schritte zur Stabilisierung des Fischbestands

Im April 2026 plant die Stadt Münster erneut, Friedfische aus dem Aasee zu entnehmen und weitere Raubfische einzusetzen, um das ökologische Gleichgewicht weiter zu fördern. Die entnommenen Fische werden schonend in andere Gewässer umgesetzt. Freizeitaktivitäten wie Bootsverkehr oder Regatten am Aasee bleiben von diesen Maßnahmen unberührt. Ziel ist es, langfristig eine stabile Fischbiomasse von maximal zehn Tonnen zu erreichen, wobei etwa 30 Prozent Raubfische ausmachen sollen.

Weitere Informationen zur Fischbestandsregelung am Aasee finden Sie auf regionalupdate.de. Ausführliche ökologische Hintergründe bietet die Webseite des Bundesamtes für Umwelt (BAFU).

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