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Landkreis Emsland nimmt Vorreiterrolle beim Wasserstoff ein

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Meppen. Der Landkreis Emsland hat einen wichtigen Schritt beim Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur unternommen. Mit der Unterzeichnung eines Vertrags für 13 Anschlussstellen an die Wasserstofftransportleitung Nordsee-Ruhr-Link III festigt der Landkreis seine Rolle als Wasserstoff Landkreis Emsland und treibt die energetische Transformation in der Region voran.

Emsland Wasserstoff-Vorreiter

Strategische Anbindung an das Wasserstoffnetz

Der Landkreis Emsland sichert mit der Zusammenarbeit des Gasnetzbetreibers Open Grid Europe GmbH (OGE) die Anbindung an die bundesweite Wasserstofftransportleitung Nordsee-Ruhr-Link III. Die rund 122 Kilometer lange Pipeline soll ab 2027 den Transport von Wasserstoff von der Nordseeküste bis in den Nordwesten Deutschlands ermöglichen. Mit der Planung von 13 sogenannten T-Stücken in Kommunen wie Papenburg, Rhede, Dörpen, Lathen, Haren, Meppen, Geeste, Twist, Emsbüren und Salzbergen wird die regionale Wirtschaft an diese wichtige Infrastruktur angeschlossen.

Landrat Marc-André Burgdorf betonte während der feierlichen Vertragsunterzeichnung, dass der Landkreis frühzeitig auf Wasserstoff als Zukunftstechnologie gesetzt habe: „Wir sehen ganz klar die Vorteile eines frühzeitigen Anschlusses und haben jetzt die strategischen und infrastrukturellen Voraussetzungen für eine direkte Anbindung an das künftige Wasserstofftransportnetz von Deutschland geschaffen.“ Die Finanzierung wurde in enger Kooperation mit den beteiligten Gemeinden vorbereitet, um die regionale Basis für die energetische Transformation fundiert zu stärken.

Bedeutung für die regionale und nationale Energiezukunft

Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne, der digital an der Veranstaltung teilnahm, hob die Bedeutung des Projekts für die Versorgungssicherheit Deutschlands hervor. Er erklärte:

„Das Emsland positioniert sich als zentraler Wasserstoff-Knoten Deutschlands und treibt mit großen Industrie- und Infrastrukturprojekten aktiv die Energiewende voran. Mit hohen Investitionen in Elektrolyseure, Pipelines und innovative Anwendungen entsteht hier eine Schlüsselregion für erneuerbaren Wasserstoff. So wird die Versorgungssicherheit Deutschlands gestärkt und der Aufbau eines nationalen Wasserstoffnetzes entscheidend vorangebracht: Das ist Voraussetzung für die Dekarbonisierung der deutschen Industrie.“

Detlef Brüggemeyer, Geschäftsführer von OGE, unterstrich die Bedeutung von gut abgestimmter Infrastruktur für die erfolgreiche Entwicklung des Wasserstoffmarktes:

„Der Wasserstoffhochlauf ist wie eine Rockband kurz vor dem großen Konzert. Jeder braucht seine Rolle: Erzeuger, Abnehmer, Infrastruktur, Region und die Politik. Wenn alle einzeln spielen, dann ergibt es ein Chaos. Wenn aber Tempo und Zusammenspiel stimmen, dann entsteht Wirkung und Harmonie.“

OGE ist seit Oktober 2024 mit dem Aufbau des Wasserstoff-Kernnetzes beauftragt und sieht darin eine zukunftsweisende Investition, die Verlässlichkeit für weitere Vorhaben schafft.

Infrastruktur und Zeitplan

Der Nordsee-Ruhr-Link III wird als zentrale Verbindungsroute mit einem Rohrdurchmesser von DN 1200 von Bunde in Niedersachsen bis Wettringen in Nordrhein-Westfalen verlaufen. Die Hauptbauphase soll Ende 2026 beginnen und bis zur Inbetriebnahme 2027 abgeschlossen sein. Mit den 13 T-Stücken wird die Infrastruktur so vorbereitet, dass die regionale Wirtschaft sowie Kommunen direkt angekoppelt werden und Wasserstoff als Energieträger in unterschiedlichen Anwendungen nutzbar wird.

Nächste Schritte und Ausblick

Der Landkreis Emsland geht mit der Vertragsunterzeichnung einen konkreten Schritt in Richtung Umsetzung der Wasserstoffinfrastruktur. Die weitere Planung der Bauphase wird voraussichtlich Ende des dritten Quartals 2026 starten. Die enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Regionen soll fortgesetzt werden, um die Wasserstoffzukunft gemeinsam voranzubringen.

Weitere Informationen zur Wasserstoffstrategie und regionalen Entwicklung lesen Sie auf regionalupdate.de sowie auf den Seiten des Landkreises Emsland.

Für detaillierte Informationen zum Wasserstoff-Kernnetz und Pilotprojekten empfiehlt sich ein Blick auf die offizielle Webseite von Open Grid Europe.

Abschluss

Der Landkreis Emsland zeigt mit der geplanten Anbindung an den Nordsee-Ruhr-Link III eine Vorreiterrolle beim Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur. Die Vertragsunterzeichnung für die 13 T-Stücke in verschiedenen Kommunen markiert den Start der konkreten Umsetzung. Mit dem Beginn der Bauphase Ende 2026 und der Inbetriebnahme im Jahr 2027 werden die Grundlagen für eine strombasierte, klimafreundliche Energieversorgung in der Region gelegt. Die weitere Zusammenarbeit zwischen Regierung, Wirtschaft und regionalen Partnern wird entscheidend sein, um den Hochlauf von Wasserstoff als Energieträger zu ermöglichen und die regionale Wirtschaft nachhaltig zu stärken.

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