Neue Handelsabkommen mindern EU-Zollunsicherheiten und Abhängigkeiten

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Hamburg. Die aktuellen US-Zölle bedrohen die europäischen Exporte mit Verlusten von bis zu 85 Milliarden US-Dollar jährlich. Die europäische handelsabkommen zoll bieten jedoch Chancen, diese Auswirkungen durch neue Partnerschaften und den Binnenmarkt auszugleichen.

Neue EU-Alternativen

Die Einführung von Zöllen von 10 % nach US-amerikanischem Handelsrecht könnte der EU jährlich Exportverluste zwischen 54 und 85 Milliarden US-Dollar bescheren, schätzt die Allianz Trade. Im Gegenzug eröffnen neue Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten und Indien erhebliche Ausgleichspotenziale. Ana Boata, Leiterin der Wirtschaftsanalysen bei Allianz Trade, betont:

„Europa braucht beim Handel dringend mehrere Standbeine, um Schocks abzufedern und Abhängigkeiten zu reduzieren. Die Abkommen mit den Mercosur-Staaten und Indien könnten zusammen Exportgewinne in Höhe von rund 46 Milliarden US-Dollar einbringen und damit einen Großteil abfedern.“

Darüber hinaus könnten weitere Freihandelsabkommen mit Südostasien (ASEAN) oder den zwölf CPTPP-Mitgliedsstaaten den Export zusätzlich steigern und Abhängigkeiten zu den USA und China vermindern. Der europäische Binnenmarkt spielt dabei eine zentrale Rolle für die Stabilität und Unabhängigkeit der Wirtschaft.

Handel mit China und USA im Fokus

Während die gesamte EU-Handelsbilanz positiv wächst, stellt sich eine deutliche Verschiebung bei den Partnern dar. Das Handelsdefizit gegenüber China hat sich in fünf Jahren nahezu verdoppelt, bei Deutschland fast verfünffacht, und beträgt nun etwa 67 Milliarden Euro. Gleichzeitig erhöht sich der Handelsüberschuss gegenüber den USA trotz hoher Zölle um 34 Prozent.

Milo Bogaerts, CEO von Allianz Trade in Deutschland, erklärt:

„Die Unersetzbarkeit der europäischen Produkte für die USA nimmt trotz Zöllen zu. Andererseits offenbart dies eine asymmetrische Abhängigkeit, die Risiken durch geopolitische Spannungen und Protektionismus birgt.“

Diese Entwicklungen verdeutlichen die Notwendigkeit, neue Märkte zu erschließen und Lieferketten zu diversifizieren.

Potenziale in Mittel- und Osteuropa

Eine Studie von Allianz Trade sieht auch Chancen innerhalb Europas. Die Verlagerung von bis zu 25 Prozent der chinesischen Importe in mittel- und osteuropäische Länder könnte nur geringe Inflationssteigerungen verursachen und zugleich das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone anheben.

  • Verkürzte Transportwege
  • Geringere Lagerkosten
  • Reduzierte Koordinationsaufwände

gemindern Mehrkosten gegenüber Importen aus China teilweise.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Abschluss: Regionale Perspektiven für den Handel

Für die EU und insbesondere Deutschland bedeutet die Lage, dass europäische Unternehmen neue Chancen durch Ausbau von europäischen handelsabkommen zoll haben. Die Stärkung des Binnenmarkts und vielfältige Außenpartnerschaften können Risiken durch US-Zölle und chinesische Abhängigkeiten verringern. Für Bürgerinnen und Bürger dürfte dies mittelfristig stabile Arbeitsplätze und eine widerstandsfähige Wirtschaft sichern.

Geplante Schritte sind die weitere Integration neuer Freihandelsabkommen und die Förderung regionaler Produktionsnetzwerke, etwa in Mittel- und Osteuropa. Unternehmen und Politik müssen pragmatisch agieren, um wirtschaftliche Sicherheit und Versorgungssouveränität im Spannungsfeld globaler Handelskonflikte zu gewährleisten.

Weitere Informationen zur Handelsentwicklung und neuen Abkommen finden Sie auch auf regionalupdate.de sowie auf den offiziellen Seiten der Allianz Trade.

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