Frankfurt am Main. Die wachsende Bedeutung von chinesischer Konkurrenz stellt den deutschen Mittelstand vor erhebliche Herausforderungen. Die Fokus-Keyphrase Mittelstand Konkurrenz China beschreibt die zentrale Problematik, die eine KfW-Sonderbefragung des Jahres 2025 eindrucksvoll belegt.
Mittelstand unter Druck
Die KfW-Sonderbefragung zeigte, dass fast jeder fünfte Mittelständler in Deutschland steigenden Wettbewerbsdruck durch chinesische Anbieter spürt. Besonders betroffen sind das Verarbeitende Gewerbe und der Handel. Hier werden die chinesischen Wettbewerber nicht nur wegen günstiger Preise, sondern zunehmend auch wegen gestiegener Qualität als ernsthafte Konkurrenten wahrgenommen. Insgesamt sehen 13 Prozent aller Mittelständler in China eine zentrale künftige Herausforderung, im Verarbeitenden Gewerbe sind es sogar 29 Prozent, im Handel 24 Prozent.
Zunehmender Wettbewerbsdruck und Risikofaktoren
Die Erhebung analysierte die Einschätzung von etwa 3,9 Millionen deutschen Mittelständlern. Dabei rechnen über 40 Prozent der global tätigen Unternehmen mit einer schlechteren Wettbewerbsposition in den nächsten Jahren, das sind deutlich mehr als in den Vorjahren. Die Belastung durch Bürokratie, Steuern und insbesondere hohe Energiepreise wird von einem Großteil der Unternehmen als ernste Risiken betrachtet. Die Knappheit von Rohstoffen in der Industrie verstärkt die Sorge zusätzlich.
Chancen durch Forschung und Entwicklung
Unternehmen, die in Forschung und Entwicklung investieren, blicken hingegen optimistischer in die Zukunft. Die Studie macht deutlich: Innovation ist ein Schlüsselfaktor, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Zahlreiche Mittelständler profitieren zugleich vom Handel mit China, indem sie Importe nutzen, um Kosten zu senken oder ihr Angebot zu verbessern.
„Der deutsche Mittelstand fühlt sich von chinesischen Konkurrenten zunehmend unter Druck gesetzt. Um die Unternehmen vor Benachteiligungen im Wettbewerb zu schützen, müssen auf EU-Ebene angemessene handels- und industriepolitische Antworten gefunden werden“, sagte Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW. „Mindestens genauso wichtig ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen. Forschung und Entwicklung sollten von den Unternehmen und der Politik noch stärker gefördert werden, denn innovative Unternehmen haben größere Chancen, im Wettbewerb zu bestehen.“
Mittelstand und regionale Wirtschaft profitieren von ausführlichen Informationen zur Situation und den Fördermöglichkeiten, die unter anderem auf regionalupdate.de verfügbar sind. Weitere Details zur Studie der KfW finden Interessierte auf der offiziellen Webseite der KfW.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Belastungen und Perspektiven für den regionalen Mittelstand
Für den Mittelstand in der Region Frankfurt und darüber hinaus ist die Entwicklung der Konkurrenzsituation mit China ein wichtiges Thema. Die steigenden Anforderungen an Qualität und Kostenbewusstsein erfordern Anpassungen in Produktion und Handel. Gleichzeitig bietet die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation Chancen, um gegenüber asiatischen Anbietern konkurrenzfähig zu bleiben.
Die KfW unterstützt im Auftrag des Bundes zahlreiche Förderprogramme zur Stärkung des Mittelstands. Informationsangebote und Fördermöglichkeiten können Unternehmen dabei helfen, Herausforderungen wie Bürokratieabbau und Energieeffizienz anzugehen. Insbesondere das Verarbeitende Gewerbe und der Handel sind davon betroffen und sollten gezielt die Angebote nutzen, die über die Plattform regionalupdate.de und die KfW bereitgestellt werden.
Zukünftige Entwicklungen werden entscheidend davon geprägt, wie Unternehmen und Politik auf die erhöhten Wettbewerbsanforderungen reagieren. Termine für weitere KfW-Befragungen und Förderprogramme sind über die KfW-Newsroom-Webseite abrufbar.
