Frankfurt am Main. Biathlet Philipp Horn hat beim gemeinsamen Training mit der Para-Biathletin Johanna Recktenwald erstmals den Para-Biathlon getestet und dabei mit einer Spezialbrille Recktenwalds eingeschränktes Sehvermögen simuliert. Die Erfahrung zeigt eindrucksvoll, wie eng olympischer und paralympischer Biathlon verbunden sind.
Para-Biathlon erleben
Philipp Horn, der bei den Olympischen Spielen in Mailand Cortina als Vierter knapp eine Medaille verpasst hat, trainierte mit Johanna Recktenwald, die im Paralympischen Biathlon antritt. Dabei testete Horn das Schießen nur über ein elektronisches Signalton-System, das auf der Sehbehinderung von Recktenwald basiert.
„Im Endeffekt trainieren wir unsere Sinne genau gegensätzlich“, sagte Horn. „Ich verlasse mich auf meine Augen und blende Geräusche bestmöglich aus – du vertraust ganz auf dein Hörorgan. Und trotzdem machen wir dasselbe: Wir fahren Ski, wir liegen, wir schießen. Wir geben auf der Piste alles.“
Recktenwald, die seit 2019 von der Sporthilfe gefördert wird und Weltmeisterin ist, und Horn trafen sich erstmals im Rahmen des Sporthilfe Club der Besten in Ampflwang. Der Austausch zwischen den Athleten zeigt, wie ähnlich die Herausforderungen in beiden Sportarten trotz unterschiedlicher Voraussetzungen sind.
Schießen mit der Spezialbrille
Horn trug während des Trainings eine spezielle Brille, die das Sehvermögen von Recktenwald mit nur zwei Prozent Sehkraft simuliert. Er musste sich ausschließlich auf das Tonsignal konzentrieren, das anzeigt, wie nah der Schuss am Ziel ist.
Gemeinsame Ziele und Förderung
Beide Athleten sind Teil des Förderprogramms der Deutschen Sporthilfe, das sowohl olympische als auch paralympische Spitzensportler unterstützt. Recktenwald bereitet sich auf die Paralympischen Spiele in Mailand Cortina vor und könnte dort erneut um eine Medaille kämpfen.
Beide Sportler demonstrieren, wie sich Hochleistungssport trotz unterschiedlicher körperlicher Voraussetzungen verbindet.
Bedeutung für den regionalen Sport und Ausblick
Die Begegnung zeigt, wie wichtig gegenseitige Wertschätzung und Austausch im Spitzensport sind – auch über verschiedene Disziplinen hinweg. Das Förderprogramm der Deutschen Sporthilfe unterstützt nicht nur die sportliche Leistung, sondern auch Aspekte wie Duale Karriere und Altersvorsorge der Athletinnen und Athleten. Solche Initiativen stärken den Sportstandort Deutschland nachhaltig.
Für Bürgerinnen und Bürger in der Region unterstreicht dieses Training den Wert inklusiver Sportförderung und das Engagement für vielfältige Talente. Zukünftig sind weitere Begegnungen und gemeinsame Trainings zwischen olympischen und paralympischen Athleten geplant.
Mehr Informationen zum Thema Para-Biathlon und den Förderprogrammen finden sich auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Seite der Deutschen Sporthilfe.
