Berlin. Das Apothekenversorgung Weiterentwicklungsgesetz ApoVWG steht im Fokus der aktuellen politischen Debatte. Pharma Deutschland e.V. unterstützt die erste Lesung im Bundestag und fordert eine konsequente Umsetzung zur Stärkung der Apotheken als Gesundheitsdienstleister.
Apothekenversorgung Weiterentwicklungsgesetz ApoVWG: Apotheken stärken jetzt
Das ApoVWG sieht vor, Apotheken bei der Erbringung pharmazeutischer Dienstleistungen auszubauen. So sollen Apotheken über die reine Arzneimittelabgabe hinaus bei Impfungen, Prävention und Beratung zu digitalen Gesundheitsanwendungen aktiv werden können. Pharma Deutschland betont die besondere Kompetenz der Apotheken hierfür und plädiert für eine möglichst umfassende Umsetzung im Sinne der Patientinnen und Patienten.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesetzes ist die Erweiterung der Impfmöglichkeiten in Apotheken. Nach Ansicht von Pharma Deutschland sollte zudem sichergestellt werden, dass neu empfohlene Standardimpfungen der STIKO ab dem Anspruchstag als Sachleistung verfügbar sind, um finanzielle Vorleistungen der Versicherten zu vermeiden. Zudem wird die Aufnahme von Schnelltests zur Unterscheidung bakterieller und viraler Infektionen in das Leistungsspektrum begrüßt.
Verbesserungen bei Arzneimitteln und Verschreibungspflicht
Das ApoVWG ermöglicht erstmals in bestimmten Fällen die Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente ohne Rezept. Pharma Deutschland fordert darüber hinaus eine grundlegende Verbesserung des sogenannten OTC-Switch-Verfahrens. Ziel ist es, neben der wirkstoffbezogenen auch eine produktbezogene Umstellung von Arzneimitteln aus der Verschreibungspflicht zu erlauben.
Dies soll den Prozess beschleunigen, mehr Arzneimittel der freien Abgabe zugänglich machen und die Planungssicherheit für Unternehmen erhöhen. Besonders wichtig erscheint die Forderung nach einer Mindest-Marktexklusivität von drei Jahren für neue rezeptfreie Arzneimittel, um Innovationen im Bereich frei verkäuflicher Medikamente zu fördern.
„Wer bei jeder neuen Kompetenz für die Apotheke reflexartig Zuständigkeitsgrenzen zieht, verschenkt reale Versorgungsgewinne für Patientinnen und Patienten“, sagte Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland.
- Ausbau pharmazeutischer Dienstleistungen (pDL) in Apotheken
- Aufnahme von Schnelltests gegen Antibiotikaresistenzen
- Erweiterung der Impfangebote und Verbesserungen bei Impfkostenübernahme
Weitere Details zur Stellungnahme von Pharma Deutschland zum ApoVWG finden sich auf deren Webseite.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung des Apothekenversorgung Weiterentwicklungsgesetzes ApoVWG für die Region
Für Verbraucherinnen und Verbraucher vor Ort könnten mit dem ApoVWG Verbesserungen bei der Arzneimittelversorgung und Gesundheitsprävention erzielt werden. Die stärkere Integration von Apotheken als Gesundheitsdienstleister ermöglicht unkomplizierten Zugang zu Impfungen, schnellen Tests und Beratung. Mit der angestrebten besseren Umsetzung von Verschreibungsregelungen könnten einige Medikamente leichter und ohne Umwege erhältlich sein.
Zukünftige Umsetzungsschritte und konkrete Regelungen bleiben jedoch abzuwarten, da das ApoVWG sich derzeit noch in der parlamentarischen Beratung befindet. Regionale Apotheken könnten künftig eine noch größere Rolle im Gesundheitswesen einnehmen. Für weitere Informationen zum Gesetzgebungsprozess und regionalen Entwicklungen empfiehlt sich ein Blick auf regionalupdate.de.
Offizielle Details zum Apothekenversorgung Weiterentwicklungsgesetz und der Beteiligung des Bundestags sind auch auf der Seite des Deutschen Bundestags verfügbar: www.bundestag.de.
