Niedersachsen. Die Landesregierung plant, im Schuljahr 2026/2027 alle Schülerinnen und Schüler mit digitalen Schul-Tablets in Niedersachsen auszustatten. Das große Beschaffungsprojekt wird trotz einiger Hürden und notwendiger Nachbesserungen im Vergabeverfahren vorangetrieben.
Jetzt handeln für Bildung: digitale Schul-Tablets Niedersachsen
Die Ausstattung der Schulen mit digitalen Endgeräten gilt als eines der bedeutendsten Digitalisierungsprojekte Niedersachsens im Bildungsbereich. Mit Bundesmitteln in Höhe von rund 800 Millionen Euro soll eine flächendeckende Versorgung mit Tablets für Schülerinnen und Schüler sichergestellt werden. Ziel ist es, digitale Bildung zu stärken und Chancengerechtigkeit zu fördern, unabhängig von der finanziellen Situation der Familien.
Umfang und Herausforderungen des Projekts
Die Vorabfreigabe von 250 Millionen Euro im Dezember 2025 diente der Beschleunigung des Ausschreibungsverfahrens. Aufgrund der enormen Größenordnung gilt das Projekt als komplex und mammutartig. Wie bei europaweiten Vergaben üblich, wurden Angebote der Bieter mehrfach geprüft und Nachfragen etwa zu Lieferzusagen infolge weltweiter Chip-Krisen gestellt. Diese Herausforderungen werden transparent kommuniziert und als Teil des Prozesses eingeordnet.
Notwendige Anpassungen nach Bewerberrügen
Etwaige Bewerberrügen führten zu Nachbesserungen bei der Ausschreibung, die jedoch nicht auf Vergabefehler zurückzuführen sind. Die Anpassungen zielen darauf ab, den Wettbewerb zu stärken, Kalkulationssicherheit zu erhöhen und Lieferkettenrisiken besser zu berücksichtigen. Leistungsanforderungen und vergaberechtliche Kriterien wurden nicht grundlegend verändert.
Zeitplan für Belieferung der Schulen
IT.Niedersachsen, das das Vergabeverfahren betreut, erwartet die Zuschlagserteilung im April 2026, sofern keine weiteren Verzögerungen eintreten. Mit einer Lieferzeit von bis zu zwölf Wochen wird angestrebt, die Tablets bis zum Beginn des Schuljahres 2026/2027 an Schulen mit bestehender 1:1-Ausstattung zu verteilen. Die Landesregierung bereitet den unkomplizierten Einsatz der Geräte mit Unterstützungsangeboten für Schulen vor.
Unterstützung und Beratung für Schulen
Parallel zum Beschaffungsprozess stellt das Kultusministerium ein umfangreiches Informations- und Beratungsangebot bereit. Über das Bildungsportal sind praxisorientierte Handreichungen zum pädagogischen Einsatz der Geräte sowie zum Ablauf der Auslieferung abrufbar. Vor den Osterferien finden Infoveranstaltungen für Schulleitungen statt. Ziel ist es, Schulen mit Handlungssicherheit auf die Hardwareausstattung vorzubereiten.
„Wir ermöglichen damit gleiche Teilhabechancen an Bildung in der digitalen Welt. Und das unabhängig vom finanziellen Hintergrund des Elternhauses“, sagte Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg.
Weitere Informationen zur Digitalisierung an Schulen in Niedersachsen finden sich auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Seite des Kultusministeriums Niedersachsen unter mk.niedersachsen.de.
Ausblick auf die nächsten Schritte
Die Landesregierung wird die Situation im Vergabeverfahren weiterhin eng begleiten, um Zusatzverzögerungen zu vermeiden. Die endgültige Vergabeentscheidung steht für April 2026 an. Danach beginnt der Bestell- und Lieferprozess, der möglichst zügig abgeschlossen werden soll. Weiterhin sind Informationsveranstaltungen sowie Beratungsangebote geplant, damit Schulen die Tablets optimal in den Unterricht integrieren können. Ein flächendeckender Einsatz zum Schuljahresstart 2026/2027 bleibt das erklärtes Ziel.
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