Studie zeigt Umwelt- und Arbeitsprobleme in Kaffee-Lieferketten

Anzeige

Berlin. Die Überprüfung der Kaffee Lieferketten Umwelt durch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zeigt erhebliche Mängel bei der Nachhaltigkeit im deutschen Kaffeemarkt. Die Analyse von 21 Unternehmen offenbart weiterhin große Risiken wie Entwaldung, den Einsatz gefährlicher Pestizide und Verstöße gegen Arbeitsrechte.

Nachhaltiger Kaffee jetzt – Herausforderungen und Fortschritte in den Kaffee Lieferketten Umwelt

Die jüngste Studie der DUH und Coffee Watch befasst sich mit der Sorgfaltspflicht deutscher Kaffeeunternehmen entlang ihrer Lieferketten. Obwohl einige Firmen wie Alnatura, JDE Peet’s, Seeberger und Tchibo deutliche Schritte zu mehr Verantwortung und Transparenz unternommen haben, weisen vor allem J.J. Darboven, Bela und Dallmayr gravierende Defizite auf. Die schwerpunktmäßigen Probleme liegen bei der unvollständigen Erfassung der Anbauflächen und dem mangelhaften Monitoring von hochgefährlichen Agrochemikalien.

Ökologische Risiken entlang der Lieferkette

Die ökologische Belastung beschränkt sich nicht nur auf den weitverbreiteten Einsatz giftiger Pestizide. Kaffee gilt laut DUH als sechstgrößter Faktor globaler Entwaldung mit weitreichenden Folgen für Biodiversität, Wasserressourcen und Klimaschutz. Die Umweltrisiken sind eng mit menschenrechtlichen Herausforderungen verbunden, darunter prekäre Arbeitsbedingungen auf den Anbaubetrieben.

Rechtliche Entwicklungen und deren Bedeutung

Der Fortschritt bei nachhaltigen Kaffee Lieferketten Umwelt wird durch vor allem politische Entwicklungen erschwert. Die EU-Entwaldungsverordnung und das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz wurden von der Politik zuletzt in ihrer Wirkung abgeschwächt oder verzögert. Dies führt zu Unsicherheiten bei verantwortungsvollen Unternehmen und könnte kurzfristig zu Wettbewerbsnachteilen führen.

„Guter Kaffee muss der Umwelt nicht schlecht schmecken. Einige Kaffee-Unternehmen haben in den vergangenen Jahren an mehr Transparenz und Verantwortung in ihren Lieferketten gearbeitet“, sagte Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH.

„Kaffee ist der sechstgrößte Treiber globaler Entwaldung. Seine Produktion ist mit erheblichen Umwelt- und Menschenrechtsrisiken verbunden“, so Svane Bender, Bereichsleiterin Naturschutz und Biologische Vielfalt bei der DUH.

  • Die Studie basiert auf Selbstauskünften von 21 Unternehmen aus Handel, Gastronomie und Verarbeitung.
  • Größte Schwächen zeigten sich bei der geografischen Erfassung der Kaffeeanbauflächen.
  • Wichtige ökologische und soziale Risiken bleiben oft unzureichend überwacht.

Beispiel:

  • Firmen mit guten Ansätzen: Alnatura, JDE Peet’s, Seeberger, Tchibo
  • Unternehmen mit Nachholbedarf: J.J. Darboven, Bela, Dallmayr

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Bedeutung und Ausblick für Verbraucher

Für Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland, auch in der Region, gewinnt die Transparenz und Nachhaltigkeit bei Kaffee immer mehr an Relevanz. Die offenbarten Defizite zeigen, dass trotz einzelner Verbesserungen noch viele Schritte notwendig sind. Verantwortungsbewusste Unternehmen und Verbraucher sollten Initiativen zu nachhaltigem Kaffee unterstützen und auf Verbesserungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen drängen.

Zudem ist zu erwarten, dass durch den politischen Druck in der EU künftig verbindlichere Standards für den Umweltschutz und die Achtung von Menschenrechten entlang der Kaffee Lieferketten Umwelt etabliert werden. Weitere Informationen und Tipps zur nachhaltigen Kaffeeauswahl finden Interessierte unter anderem bei regionalupdate.de sowie auf den Seiten der Deutschen Umwelthilfe.


Zum vollständigen Bericht der DUH

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel