Berlin. Im Jahr 2025 starben in Deutschland 2.814 Menschen im Straßenverkehr, davon fast 60 Prozent auf Landstraßen. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) fordert die Bundesländer auf, Landstrassen sicherer machen durch die Umsetzung wirksamer Sicherheitsprogramme.
Landstraßen jetzt sicherer
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) betont die Dringlichkeit, unfallträchtige Landstraßen durch gezielte Maßnahmen sicherer zu machen. Im Fokus steht der Schutz von Verkehrsteilnehmern auf diesen oft gefährlichen Straßenabschnitten, auf denen die meisten tödlichen Unfälle geschehen.
Ausbau der Geschwindigkeitsüberwachung
Zentrale Ursache für schwere Unfälle auf Landstraßen ist nach wie vor überhöhte Geschwindigkeit. Der DVR empfiehlt daher den verstärkten Ausbau der Geschwindigkeitsüberwachung. Diese Maßnahme lässt sich ohne gesetzliche Änderungen relativ kurzfristig realisieren und kann Unfälle effektiv verhindern.
Schutzplanken und Unfallhäufungsstellen
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die flächendeckende Ausstattung gefährdeter Landstraßenabschnitte mit Schutzplanken. Die Auswahl der Streckenabschnitte soll auf der systematischen Auswertung von Unfalldaten basieren. Zusätzlich fordert der DVR, Unfallhäufungsstellen schnell und nachhaltig zu entschärfen.
„Die Bundesländer müssen mehr personelle und finanzielle Ressourcen bereitstellen, um bekannte Gefahrenpunkte zügig zu sichern – bevor ignorierte Zahlen zu neuen Tragödien führen“, sagte Manfred Wirsch, Präsident des DVR.
Sicherheitsaudits für präventive Sicherheit
Der DVR spricht sich zudem für den verstärkten Einsatz von Sicherheitsaudits aus, die Risiken bereits in der Planungsphase neuer Maßnahmen erkennen und vermeiden helfen. Neben Bestandsaudits sollen diese Instrumente die Verkehrssicherheit auf Landstraßen nachhaltig verbessern.
Eine weiterführende Übersicht zu den Forderungen des Deutschen Verkehrssicherheitsrats finden Interessierte unter dvr.de.
Abschluss: Konkrete Schritte für mehr Sicherheit auf Landstraßen
Der DVR sieht die bevorstehende Verkehrsministerkonferenz Ende März als entscheidenden Anstoß, um die Landesregierungen zu verpflichten, dringend bestehende Sicherheitslücken auf Landstraßen zu schließen. Nicht nur der Ausbau der Überwachung und Schutzplankenprogramme steht auf der Agenda, sondern auch eine bessere personelle und finanzielle Ausstattung der zuständigen Behörden.
Für weiterführende Informationen rund um Verkehrssicherheit in der Region lesen Sie auch aktuelle Beiträge auf regionalupdate.de.
Zur Reduzierung der Unfallzahlen bleibt das Motto des DVR entscheidend:
„Jeder verhinderte Unfall erspart Familien den Anruf in der Nacht – und bewahrt ein Leben davor, im Straßengraben zu enden.“
