DIW-Expertin fordert Entlastungen wegen hoher Spritpreise

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Berlin. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung fordert die Bundesregierung zu gezielten hohe spritpreise entlastungen bundesregierung auf. Statt eines Tankrabatts könnten Maßnahmen wie ein Klima- und Energiegeld sowie ein günstigeres Deutschlandticket wirksamer entlasten.

Spritpreise entlasten jetzt

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat angesichts der anhaltend hohen Spritpreise Entlastungen für die Bevölkerung in Deutschland vorgeschlagen. Die Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt, Claudia Kemfert, wies darauf hin, dass der Tankrabatt aus der vergangenen Energiekrise größtenteils nicht bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern angekommen sei. Mineralölkonzerne hätten die Preisvorteile nicht weitergegeben, sondern ihre Margen erhöht. Die Marktkonzentration auf dem Energiemarkt spiele dabei eine wesentliche Rolle.

Kemfert empfiehlt stattdessen, die Entlastungen auf sozial ausgewählte Maßnahmen wie ein Klima- und Energiegeld zu fokussieren. Diese Form der Unterstützung würde insbesondere Menschen mit geringeren Einkommen zugutekommen. Zudem sieht sie großen Nutzen in der Förderung von Mobilitätsalternativen – konkret schlägt sie vor, an das erfolgreiche Neun-Euro-Ticket anzuknüpfen und das Deutschlandticket preislich attraktiver zu gestalten.

Kritik am Tankrabatt

Der Tankrabatt wurde während der letzten Energiekrise eingeführt, soll den Spritpreis für Verbraucher senken und assoziierte Kosten reduzieren. Allerdings zeigen Untersuchungen und Erfahrungen, dass:

  • Mineralölkonzerne Preisvorteile nicht vollständig an Verbraucher weitergeben,
  • die Margen der Konzerne durch die Rabattpolitik sogar steigen können,
  • strukturelle Marktkonzentrationen die Wirkung von Tankrabatten mindern.

Alternativen zur direkten Spritpreis-Subvention

Der Fokus auf alternative Maßnahmen umfasst unter anderem:

  • Einführung eines Klima- und Energiegeldes, das zielgerichtet Haushalte mit geringem Einkommen unterstützt,
  • Ausweitung und verbilligte Angebote für den öffentlichen Nahverkehr, beispielsweise durch ein günstigeres Deutschlandticket,
  • Stärkung von Mobilitätsalternativen, um Abhängigkeiten von fossilen Kraftstoffen zu verringern.

„Das Neun-Euro-Ticket hat besonders gut funktioniert und da könnte man über ein günstigeres Deutschlandticket rangehen. Das würde auf jeden Fall mehr bringen“, sagte Claudia Kemfert.

Weitere Informationen zum Interview sind beim rbb24 Inforadio nachzuhören.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Bedeutung und praktische Auswirkungen für Bürgerinnen und Bürger

In der Region ist der hohe Spritpreis für viele Pendler und Verbraucher ein spürbares Thema. Eine gezielte Entlastung durch die Bundesregierung, etwa durch ein Klima- und Energiegeld oder durch günstigere öffentliche Verkehrstarife, könnte finanziell entlasten und zugleich dazu beitragen, den Verkehr umweltfreundlicher zu gestalten. Die Stärkung von Mobilitätsalternativen ist auch in städtischen und ländlichen Bereichen relevant, um die Abhängigkeit vom Auto zu reduzieren.

Aktuell sind keine konkreten Entscheidungstermine für neue Entlastungsmaßnahmen bekannt. Die öffentliche Diskussion läuft weiterhin, und die Bundesregierung steht unter Druck, zeitnah wirksame Lösungen zu präsentieren.

Mehr zu nachhaltiger Mobilität und Energiesparen finden Sie auf regionalupdate.de sowie ausführliche Informationen zur Energiepolitik beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

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