Ver.di-Warnstreiks im Nahverkehr legen viele Städte lahm

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Meppen. Der Warnstreik Nahverkehr Deutschland sorgt seit Ende Februar in vielen Städten für erhebliche Beeinträchtigungen. Während zahlreiche Großstädte von Streiks betroffen sind, ist Niedersachsen derzeit noch von Arbeitskämpfen ausgenommen.

Warnstreik im Nahverkehr

Bundesweite Warnstreiks in vielen Städten

Ver.di hat seit dem 27. Februar wiederholt zahlreiche kommunale Nahverkehrsbetriebe in fast allen Bundesländern bestreikt. Betroffen waren unter anderem Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Leipzig, Dresden und Bremen. In diesen Städten blieben Busse, Straßenbahnen, Stadt- und U-Bahnen vielfach in den Depots, was den öffentlichen Verkehr weitgehend lahmlegte. Die Streiks dauern teilweise bis zu 48 Stunden am Stück und werden in Wellen fortgesetzt.

Regionale Ausnahmen und aktuelle Entwicklungen

Niedersachsen ist derzeit eine Sonderzone mit Friedenspflicht für rund 5.000 Beschäftigte im Nahverkehr; Arbeitskämpfe sind dort bis mindestens Ende März nicht zulässig. Deshalb verkehrt der öffentliche Nahverkehr in Regionen wie Meppen aktuell regulär. Übergänge zwischen betroffenen und nicht betroffenen Bundesländern führen jedoch zu indirekten Belastungen, etwa durch überfüllte Anschlussverkehre bei Fernbahnverbindungen.

Für die Woche ab dem 16. März sind neue Warnstreiks in sächsischen Regionen wie Mittelsachsen, Zwickau und Bautzen geplant. In Nordrhein-Westfalen ist für den 17. März ein ganztägiger Warnstreik angesetzt, der Bus- und Stadtbahnverbindungen in zahlreichen Städten weitgehend zum Erliegen bringen soll.

Konfliktparteien und Forderungen im Überblick

Der Tarifkonflikt betrifft rund 100.000 Mitarbeitende im kommunalen Nahverkehr. Ver.di fordert Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen, darunter kürzere Wochenarbeitszeiten, längere Ruhezeiten, höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit sowie Entlastungen bei der gesundheitlichen Belastung. Die Kommunalen Arbeitgeberverbände verweisen dagegen auf die angespannte Finanzlage vieler Städte und Verkehrsunternehmen und lehnen Forderungen in der geforderten Form als schwer finanzierbar ab. Die Verhandlungen gelten als festgefahren.

Weitere Informationen zum Warnstreik Nahverkehr Deutschland

Die Warnstreiks haben bundesweit Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr und damit auf Pendlerinnen und Pendler sowie Reisende. Informationen zu betroffenen Linien sowie aktuellen Verkehrsmeldungen bieten die regionalen Verkehrsverbünde und Verkehrsbetriebe, etwa der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). Dort sind S-Bahnen und Regionalzüge von den Streiks ausgenommen, während bei Bussen und Stadtbahnen mit Einschränkungen zu rechnen ist.

Für detaillierte Informationen und laufende Updates empfiehlt sich ein Blick auf die Webseite von regionalupdate.de sowie offizielle Seiten der Verkehrsverbünde.

Ausblick auf weitere Aktionen und Reaktionen

Die Tarifverhandlungen zwischen Ver.di und den Arbeitgeberverbänden sollen in den kommenden Wochen fortgesetzt werden. Bis dahin werden die Warnstreiks in verschiedenen Regionen Deutschlands fortgeführt. In Niedersachsen bleibt die Friedenspflicht vorerst bestehen, wodurch es hier weiterhin keine direkten Arbeitskämpfe im Nahverkehr gibt. Reisende sollten jedoch mögliche Verspätungen und überfüllte Anschlussverkehre einplanen.

Die nächsten größeren Warnstreiks sind unter anderem für den 17. März in Nordrhein-Westfalen angekündigt. Betroffene Fahrgäste werden gebeten, sich zeitnah über alternative Reisemöglichkeiten zu informieren. Weitere Entwicklungen lassen sich auf regionalupdate.de verfolgen.

Für offizielle verkehrsrechtliche Informationen und Fahrpläne bietet der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr weitere Details: VRR Warnstreik-Informationen. Hintergrundinformationen zum Tarifkonflikt finden sich auch auf der Seite des Deutschen Gewerkschaftsbunds: DGB Tarifmeldungen.

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