75 Prozent der Seen in schlechtem ökologischem Zustand zum Weltwassertag

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Berlin. Der ökologische Zustand Seen in Deutschland zeigt deutliche Belastungen: Während die Badequalität an offiziellen Badestellen überwiegend gut ist, sind die Seen ökologisch häufig geschädigt. Nährstoffeinträge, Trockenheit und Klimawandel beeinträchtigen die Vielfalt und Gesundheit der Gewässer.

Seen schützen jetzt: Warum der ökologische Zustand Seen entscheidend ist

Die Badequalität deutscher Seen liegt laut dem Badegewässerbericht der EU-Umweltagentur (EEA) zu 91 Prozent auf einem ausgezeichneten Niveau. Das misst vor allem hygienische Parameter, die für Schwimmer relevant sind. Der ökologische Zustand Seen bewertet dagegen Faktoren wie Artenvielfalt, Nährstoffgehalt und Sauerstoffversorgung, die für das gesamte Ökosystem der Gewässer wesentlich sind. Hier erfüllen nur 25 Prozent der großen Seen den guten ökologischen Zustand, wie Daten des Umweltbundesamts zeigen.

Belastungen durch Landwirtschaft und Klima

Rund drei Viertel der 738 Seen mit einer Fläche von über 50 Hektar befinden sich in einem mittelmäßigen bis schlechten ökologischen Zustand. Der Nährstoffüberschuss, vor allem durch landwirtschaftliche Dünger, führt zu verstärktem Algenwachstum und Sauerstoffmangel. Dies gefährdet Fische und weitere Arten im See nachhaltig.

„Unsere Seen sind zunehmend gestresst. Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft und steigende Temperaturen lassen Algen wachsen. Das verschlechtert den Zustand unserer Seen langfristig“, sagte Verena Graichen vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Gefahr durch Extremwetter und Algenwachstum

Die Badequalität leidet auch unter Extremwetterlagen. Hohe Temperaturen und Nährstoffzufuhr fördern das Wachstum von Blaualgen, die Hautreizungen bei Badenden verursachen können. Solche ökologischen Veränderungen könnten langfristig auch die Eignung der Gewässer zum Baden beeinträchtigen.

Der BUND fordert deshalb eine verstärkte Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie mit Investitionen in die Wiederherstellung natürlicher Gewässerstrukturen und Pufferstreifen zum Schutz vor Nährstoffeinträgen. Zusätzlich sollen Schadstoffe wie PFAS reduziert werden, um die Gewässer dauerhaft zu entlasten.

Beispiel:

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Ökologischer Zustand Seen in der Region und Ausblick

Viele regionale Seen stehen vor denselben Herausforderungen wie auf Bundesebene: Die ökologische Belastung durch intensive Landwirtschaft, Trockenphasen und klimabedingte Temperatursteigerungen wirkt sich auch hier auf die Wasserqualität aus. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das, dass die beliebten Badeplätze und Erholungsgebiete geschützt und erhalten werden müssen.

Geplante Maßnahmen sehen den Ausbau von Gewässerschutzmaßnahmen und die Schaffung von Schutzstreifen vor landwirtschaftlichen Flächen vor. Zudem sind weitere Untersuchungen zum Zustand der regionalen Seen geplant, um gezielt Schutzmaßnahmen einzuleiten. Für interessierte Leserinnen und Leser bietet regionalupdate.de weiterführende Informationen zum Thema.

Das Umweltbundesamt informiert umfassend über den ökologischen Zustand der Seen, während auf europäischer Ebene Angaben zur Badewasserqualität auf der Website der Europäischen Umweltagentur verfügbar sind.

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